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Marktlage in 60 Sekunden
Markt-Cockpit für Anlegerinnen und Anleger · Schweiz

Marktlage in 60 Sekunden

GELB · AUFPASSEN
Die Lage bleibt angespannt, aber nicht gefährlich – das Signalbild hat sich seit Ende August aber deutlich eingetrübt: Nur noch drei von sieben Signalen stehen auf ruhig, zwei auf aufpassen, zwei auf angespannt. Die Ampel steht damit am unteren Rand des gelben Bereichs.
Datenstand: 11.–16. September 2026 · Volllauf nach dem Zinsentscheid vom 16. September · jedes Signal unten mit eigenem Stand · nächster Abgleich mit dem Wochenschluss vom 18. September
Die Anzeige fasst die sieben Marktsignale in einer Zahl zusammen – einzeln stehen sie weiter unten. Jedes Signal zählt −1, 0 oder +1, die strukturell wichtigen (Zinsen, Kreditstress, Marktbreite, Zinsvolatilität) zählen doppelt. Keine Prognose und kein Kauf- oder Verkaufssignal: Der Zeiger zeigt, wie viel Rückenwind oder Gegenwind das Umfeld gerade bietet und wie weit die Lage von einem Farbwechsel entfernt ist. Die vollständige Berechnung mit allen zehn Instrumenten steht im Expertenbereich.
Datenqualität: Alle sieben Signale stammen aus dem Zeitraum 11.–16. September 2026: VIX, Zinsschwankung, Marktbreite, Zins, Dollar und Bitcoin vom Tag des Zinsentscheids (16.9., StreetStats), der Kreditstress vom Wochenschluss (11.9.). Der Bewertungskontext weiter unten ist neu auf September gestellt; er und der Liquiditäts-Kontext sind langsame Reihen und fliessen bewusst nicht in die Ampel ein. Wo ein Wert aus einer Grafik abgelesen statt exakt gemeldet wurde, steht «rund» davor.
Was für Vorsicht spricht Der US-10-Jahreszins ist über 5% gestiegen – der höchste Stand seit 2007. Auslöser waren ein Drohnenangriff auf die wichtigste saudische Öl-Pipeline, der den Ölpreis über 105 Dollar trieb, und eine August-Inflation von 3.4%. Die US-Notenbank hat darauf am 16. September den Leitzins erstmals seit 2023 erhöht (3.75–4.00%, einstimmig) und stellt eine weitere Erhöhung in Aussicht. Die Marktbreite ist unter die rote 40%-Marke gefallen: Nur noch 32% der 500 grössten US-Aktien liegen über ihrer 50-Tage-Linie, Ende August waren es 46%, Mitte August 59%. Zinsschwankung (MOVE 81) und Dollar (100.2) sind über ihre Schwellen gestiegen. Vier von sieben Signalen stehen damit nicht mehr auf ruhig.
Was für Entwarnung spricht Die Kreditmärkte bleiben eng (2.65%) – die Firmen bekommen weiterhin günstig Geld, und genau das unterscheidet einen Zinsschock von einer Kreditkrise. Der VIX liegt mit 17.7 noch unter der 18er-Schwelle, Bitcoin hält sich rund 8% über der 200-Tage-Linie. Der S&P 500 notiert nur rund 3% unter seinem Hoch und klar über seiner 200-Tage-Linie – die Korrektur läuft bisher in der Breite, nicht im Index. Saudi-Arabien will die Pipeline innert Tagen teilweise wieder öffnen, der Ölpreis ist am Tag des Zinsentscheids bereits um 3% zurückgekommen.
Was das für Anleger heisst Kein Handlungsbedarf – die Quoten bleiben unverändert, aber die Richtung hat gedreht. Die Ampel steht am unteren Rand von Gelb: Ein einziges weiteres Signal (VIX über 18, Kreditstress über 3.5% oder Bitcoin unter der 200-Tage-Linie) würde das Modell auf Rot schalten. Der Wochenschluss vom 18. September ist die nächste Messung. Wer nach der Gelb-Aufteilung positioniert ist, hat den Puffer bereits; grössere Einmalkäufe lassen sich staffeln, bis Zinsen und Marktbreite ein klareres Bild geben.

Marktlage + Risikoprofil = deine Orientierung

Deine persönliche Einschätzung entsteht aus zwei Teilen: Die Marktampel zeigt, wie das Umfeld gerade aussieht. Dein Risikoprofil zeigt, wie viel Schwankung du persönlich aushalten kannst. Eine gute Anlagestrategie braucht beides – wähle dein Profil aus dem Selbsttest «Persönliches Risikoprofil»:

Ohne Risikoprofil zeigen wir nur die allgemeine Marktlage.

Für eine sinnvolle Einordnung deiner Geldaufteilung brauchst du zuerst dein persönliches Profil – der Test dauert rund drei Minuten: Zum Selbsttest «Persönliches Risikoprofil» →

Orientierungs-Matrix: Aktienquote nach Profil und Marktampel

ProfilGrünGelb ◀ aktuellRotDunkelrot
Sicherheitsorientiert15–25%10–20%5–15%0–10%
Konservativ25–35%20–30%15–25%10–20%
Ausgewogen35–50%30–42%25–35%20–30%
Wachstumsorientiert50–65%45–58%35–50%30–45%
Dynamisch60–75%55–68%45–60%40–55%
Beispiel: Marktampel Gelb + Profil Ausgewogen = 30–42% Aktien als Orientierung – das aktuelle Modell (34%) liegt bewusst am unteren Rand. Wähle oben dein Profil, dann erscheint hier deine Kombination.
Die wichtigste Regel: Die Marktlage darf dein Risiko nur nach unten feinjustieren – sie erhöht es nie über dein Profil hinaus. Ein vorsichtiges Profil bekommt auch bei grüner Ampel keine hohe Aktienquote; ein wachstumsorientiertes Profil flieht bei roter Ampel nicht in Cash, sondern staffelt Käufe, rebalanciert und reduziert Klumpenrisiken. Die Bandbreiten sind Orientierung – die genaue Quote hängt zusätzlich von Anlagehorizont, Reserve, Einkommen, Vorsorge, Immobilien, Steuern, Schulden und deiner Verlusttoleranz ab.
Strategisch vs. taktisch – der Unterschied in zwei Sätzen

Strategische Aufteilung: deine langfristige Grundaufteilung. Sie kommt aus deinem Risikoprofil, deinen Zielen und deinem Anlagehorizont – und ändert sich nur, wenn sich dein Leben ändert, nicht wenn die Börse wackelt.

Taktische Anpassung: die kleine Feinsteuerung an die aktuelle Marktlage – zum Beispiel etwas mehr Reserve bei gelber Ampel. Sie verändert nie deine ganze Strategie, nur die Dosierung.

Was bedeutet das für mein Geld? · Deine langfristige Grundaufteilung

Drei Beispielprofile zur Orientierung. Welches zu dir passt, hängt von deinem Anlagehorizont, deiner Reserve und deinen Nerven ab – der Selbsttest «Persönliches Risikoprofil» hilft bei der Einordnung. Zahlen jeweils in Prozent des Anlagevermögens. Wichtig: Das hier ist die langfristige, strategische Basis aus deinem Profil – die vorsichtigere taktische Umsetzung im aktuellen gelben Umfeld folgt weiter unten. Dass dort für das ausgewogene Profil 34% statt 40% Aktien stehen, ist kein Widerspruch, sondern Feinsteuerung. Die Tabelle zeigt drei verdichtete Beispielprofile; der Selbsttest unterscheidet feiner in fünf Stufen – deine persönliche Bandbreite erscheint oben in der Profilkachel.

BausteinVorsichtigAusgewogenWachstums-orientiert
Aktien total30%40%55%
USA~15%~20%~27%
Europa (ohne Schweiz)~3%~4%~6%
Japan~1%~2%~2%
Übrige Industrieländer (Kanada, Australien …)~2%~2%~4%
Schweiz~6%~8%~11%
Schwellenländer~3%~4%~5%
Anleihen / Geldmarkt / Cash total50%30%15%
CHF-Cash / Geldmarkt~25%~15%~8%
CHF-Obligationen (kurze Laufzeiten)~20%~12%~6%
Fremdwährungs-Obligationen (abgesichert)~5%~3%~1%
Gold / Edelmetalle total12%15%15%
Gold~9%~11%~11%
Silber~2%~2%~2%
Minen & übrige Edelmetalle (Platin …)~1%~2%~2%
Rohstoffe total8%10%8%
Energie (Öl, Gas)~3%~4%~3%
Industriemetalle (Kupfer, Aluminium)~2%~3%~2%
Agrar~2%~2%~2%
Kritische Metalle (Uran, Lithium …)~1%~1%~1%
Krypto total (optional, klein)0%0–5%0–7%
Bitcoin & Ethereum (Kern)0%0–4%0–5%
Übrige Coins – im Modell derzeit ausgesetzt0%0–1%0–2%

In Alltagssprache: «Vorsichtig» heisst: Die Hälfte bleibt sicher parkiert, Schwankungen bleiben klein – dafür wächst es langsam. «Ausgewogen» heisst: Rückschläge von 15–20% muss man aushalten können, dafür arbeitet mehr Geld. «Wachstumsorientiert» braucht über zehn Jahre Zeit und gute Nerven für Rückschläge von 25–30%.

Das ist Orientierung, keine persönliche Anlageberatung. Wichtig zu den Unterzeilen: Sie sind keine Einkaufsliste mit sechzehn Produkten – ein einziger breiter Welt-Fonds deckt USA, Europa, Japan und die übrigen Industrieländer automatisch ungefähr in diesen Verhältnissen ab, ein Rohstoffkorb die vier Rohstoffgruppen. Die Aufschlüsselung zeigt, was man damit tatsächlich besitzt – und den grössten Klumpen gleich mit: Rund 70% des Welt-Aktienblocks sind USA. Wer einen «All-World»-Fonds hält, hat zudem Schweiz und Schwellenländer bereits teilweise drin (Doppelzählung vermeiden – Rechner im Expertenbereich). Und damit die Rechnung immer auf 100% aufgeht: Wer Krypto weglässt, schlägt diesen Anteil dem Cash-/Anleihen-Polster zu (vorsichtig, ausgewogen) oder den breit gestreuten Aktien (wachstumsorientiert). Innerhalb der Edelmetallquote gilt im Modell die feste Regel Gold 75 / Silber 15 / Minen 10; die Prozentzahlen oben sind daraus abgeleitet und auf ganze Punkte gerundet.

Was jetzt eher sinnvoll ist

Tun

  • Sparpläne unverändert weiterlaufen lassen
  • Rebalancing prüfen: Gold ist seit Ende August rund 7% gefallen, Bitcoin rund 4%, der Dollar hat 2% zum Franken zugelegt – stimmt die Aufteilung noch?
  • Klumpenrisiken sichtbar machen (USA, Tech, Schweiz, Krypto)
  • Notgroschen (3–6 Monatsausgaben) getrennt halten

Abwarten

  • Grosse Einmalkäufe bis nach dem Wochenschluss vom 18. September (entscheidet über Gelb oder Rot) und der SNB-Lagebeurteilung am 24. September
  • Chip- und KI-Aktien: Die Stimmung hat gedreht – erst die Stabilisierung des Sektors abwarten, nicht ins fallende Messer greifen
  • Gold, Silber und Goldminen nachkaufen: Gold ist wieder unter die 200-Tage-Linie gefallen, Silber liegt weit darunter – der Trend muss sich erst bestätigen

Vermeiden

  • Panikverkäufe bei normalen Schwankungen
  • Erholungen hinterherkaufen, nur weil sie stattgefunden haben
  • Kredit oder Hebel für Anlagen
  • Alles auf ein Thema setzen (KI, Krypto, ein Land)
  • Die Liquiditätsreserve investieren

Die wichtigsten Marktsignale, einfach erklärt

Sieben Messwerte, auf die Profis schauen – hier übersetzt. Jeder Wert mit Ampel, Quelle und Datenstand; über die Links kannst du alles selbst nachprüfen.

SignalWas es misstWertAmpelKurz erklärtQuelle · Stand
VIXAngstbarometer für Aktien17.71ruhigNoch unter der 18er-Schwelle, aber deutlich gestiegen: 15.8 am Wochenschluss, 17.7 nach dem Zinsentscheid. Der Markt kauft wieder Schutz. Ein Wochenschluss über 18 würde dieses Signal auf aufpassen drehen – und die Ampel voraussichtlich auf Rot.Cboe · 16.9.
MOVEStressbarometer für Anleihen80.73aufpassenNeu aufpassen: Der weltweite Anleihen-Ausverkauf hat die Zinsschwankung über die 80er-Schwelle gehoben (72 Ende August, 83.9 am 14. September, 80.7 nach dem Zinsentscheid). Noch weit von der roten 120er-Marke entfernt und knapp über der Schwelle – aber die wichtigste Stütze des Systems wackelt erstmals seit dem Frühjahr.Yahoo · StreetStats · 16.9.
KreditstressZinsaufschlag riskanter Firmenkredite2.65%ruhigTrotz Zinsschock sogar etwas enger als Ende August (2.75%) und weit unter der Schwelle von 3.5%. Derzeit das stabilste Signal im System: Solange Firmen günstig Geld bekommen, ist der Zinsanstieg ein Preisproblem für Aktien, keine Kreditkrise.FRED · 11.9.
US-10-JahreszinsZinsdruck auf alle Anlagen5.02%angespanntÜber 5% – der höchste Stand seit 2007 und ein Sprung von 0.4 Prozentpunkten in drei Wochen. Treiber: der Ölpreisschock nach dem Angriff auf die saudische Pipeline, die August-Inflation von 3.4% und die Zinserhöhung der Notenbank auf 3.75–4.00% mit Aussicht auf eine weitere. Die 30-jährige notiert bei 5.4%, das härteste Einzelsignal ist noch härter geworden.FRED · 16.9.
Dollar & FrankenWährungsdruckDXY 100.2aufpassenNeu aufpassen: Der Dollar-Index ist mit der Zinserhöhung zurück über die 100er-Schwelle und über beide Trendlinien gesprungen (99.6 am Vortag) – knapp über der Schwelle, aber in die falsche Richtung. Frankenkurse: rund 0.83 für einen Dollar (höchster Stand seit Mai 2025), rund 0.95 für einen Euro. Für Schweizer Anleger federt der stärkere Dollar die Kursverluste bei Gold und Bitcoin etwas ab.SNB · 16.9.
MarktbreiteTrägt der Markt breit – oder nur wenige Grosse?31.8% über 50-Tage-LinieangespanntNeu angespannt: Nur noch 32% der 500 grössten US-Aktien liegen über ihrer 50-Tage-Linie (Wochenschluss 11.9.: 39%), Ende August waren es 46%, Mitte August 59% – ein Wert, der historisch nur in 15% aller Tage tiefer lag. Über der 200-Tage-Linie sind es noch 53% (Ende August 66%). Der Rückzug hat die Chip-Werte längst verlassen und erfasst den breiten Markt – während der Index selbst nur rund 3% unter seinem Hoch steht.StreetStats · 16.9.
Bitcoin vs. 200-Tage-LinieRisikoappetit bei spekulativen Anlagen76'105 $ · darüberruhigWeiter über der 200-Tage-Linie (rund 70'500 $, Vorsprung rund 8%) und über der 50-Tage-Linie – der langfristige Trend hält. Aber: Anfang September scheiterte Bitcoin zum vierten Mal an der 82'000-Marke und fiel von der 200-Wochen-Linie (rund 80'500 $) wieder ab, dann brachte das Scheitern des US-Kryptogesetzes im Senat einen Rückschlag von 4% in einer Woche. Kein bestätigter Ausbruch nach oben.CoinGecko · StreetStats · 16.9.
So entsteht die Ampel oben: 3× ruhig, 2× aufpassen, 2× angespannt. Sind Angst- und Kreditbarometer ruhig, aber Zinsen oder Risikoappetit angespannt, steht die Gesamtampel auf GELB. Erst wenn der Kreditstress steigt oder die Angstbarometer springen, wird es ROT – erst wenn beides eskaliert, DUNKELROT. Dieses Mal ist es knapp: Zinsen und Marktbreite sind beide doppelt gewichtet und beide angespannt, Zinsschwankung und Dollar auf aufpassen gedreht. Was Gelb noch hält, sind die drei ruhigen Signale – vor allem der doppelt gewichtete Kreditstress und der VIX knapp unter seiner Schwelle. Kippt eines davon, schaltet das Modell auf ROT. Die exakte Berechnung (Gewichtungen, Schwellenwerte) steht im Expertenbereich.
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Trendfilter: Wo stehen die Kurse zu ihren Durchschnittslinien?

Die Signale oben messen Stress und Stimmung. Der Trendfilter misst etwas Einfacheres: Liegt ein Kurs über oder unter seinem gleitenden Durchschnitt? Die 50-Tage-Linie zeigt den kurz- bis mittelfristigen Trend, die 200-Tage-Linie den langfristigen. Als Faustregel sprechen Kurse über der 200-Tage-Linie für einen intakten langfristigen Aufwärtstrend; darunter ist das technische Bild meist angeschlagen. Kein Kauf- oder Verkaufssignal, aber ein nüchterner Realitätscheck.

AnlageKurs50-Tage-Linie200-Tage-LinieTrendbild3 Monate
S&P 5007'553darunterklar darüberKurzfristig angeschlagen, langfristig intakt+1.8%
Nasdaq 10028'945darunterdarüberKorrektur, rund 6% unter dem Juni-Hochrund −4%
Gold4'306 $etwa auf HöhedarunterRückfall unter die 200-Tage-Linie, Wende nicht bestätigt+2.3%
Silber63.61 $etwa auf Höheklar darunterSeitwärts unter fallender 200-Tage-Linie, Wende nicht in Sicht−2.9%
Bitcoin76'630 $darüberdarüberAufwärtstrend hält, Ausbruch nach oben gescheitert+21.8%
Wie man das liest: Das Bild hat sich wieder gedreht – diesmal nach unten. Gold ist nach der Trendwende vom 21. August wieder unter seine 200-Tage-Linie (rund 4'540 $) gefallen und klebt an der 50-Tage-Linie; Realzinsen über 2.5% und der stärkere Dollar haben den Ausbruch kassiert. Silber liegt rund 11% unter seiner fallenden 200-Tage-Linie (rund 71 $). Bitcoin hält beide Tageslinien, ist aber an der 200-Wochen-Linie (rund 80'500 $) und der 82'000-Marke abgeprallt. Bei den Aktien ist der S&P 500 unter seine 50-Tage-Linie (7'612) gerutscht, liegt aber rund 5% über der 200-Tage-Linie (7'175); der Nasdaq 100 notiert rund 6% unter seinem Juni-Hoch. Einzig der Drei-Monats-Wert des Nasdaq 100 ist eine Ablesung, nicht exakt gemeldet – daher «rund». Der Trendfilter fliesst nicht in die Ampel-Zählung ein – er ergänzt sie um die Frage, wohin sich die Kurse tatsächlich bewegen. Quelle: StreetStats · Stand 16./17. September 2026.
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Was sich seit dem letzten Update geändert hat

Letztes Update: 25./26. August (Volllauf) → dieses Update: 11.–16. September (Volllauf nach dem Zinsentscheid). Die Ampel bleibt auf Gelb, die Zählung verschiebt sich von 5 / 1 / 1 auf 3 / 2 / 2: drei Signale haben sich verschlechtert, keines verbessert – die Marktbreite ist auf angespannt gefallen, Zinsschwankung und Dollar auf aufpassen:

Signal25./26. August11.–16. SeptemberBewegung
Marktbreite46.3% · aufpassen31.8% · angespannt▲ verschlechtert – unter die rote 40%-Marke, der Rückzug erfasst den breiten Markt
MOVE71.92 · ruhig80.73 · aufpassen▲ verschlechtert – über die 80er-Schwelle, der Anleihenmarkt preist Bewegung ein
Dollar & FrankenDXY 98.7–99.0 · ruhigDXY 100.2 · aufpassen▲ verschlechtert – mit der Zinserhöhung zurück über die 100er-Schwelle und über beide Trendlinien
US-10-Jahreszins4.625% · angespannt5.02% · angespannt→ unverändert angespannt – aber über 5%, höchster Stand seit 2007
VIX15.4617.71→ unverändert ruhig – aber klar gestiegen, knapp unter der 18er-Schwelle
Kreditstress2.75% (Stand 20.8.)2.65% (Stand 11.9.)→ unverändert ruhig – sogar etwas enger, der Kreditmarkt reagiert nicht auf den Zinsschock
Bitcoin78'985 $ · ruhig76'105 $ · ruhig→ unverändert ruhig – an der 82'000-Marke und der 200-Wochen-Linie abgeprallt, rund 8% über der 200-Tage-Linie
Neu seit dem letzten Update: Die US-Notenbank hat am 16. September den Leitzins erstmals seit 2023 erhöht – auf 3.75–4.00%, einstimmig – und stellt für dieses Jahr eine weitere Erhöhung in Aussicht; Senkungen sieht sie vor 2028 keine mehr. Die EZB hatte bereits am 10. September erhöht. Ein Drohnenangriff auf die saudische Ost-West-Pipeline, die wichtigste Umgehung der Strasse von Hormus, trieb den Ölpreis über 105 Dollar (+16% im Monat); die August-Inflation lag bei 3.4%. Der US-10-Jahreszins stieg über 5%, den höchsten Stand seit 2007, und riss die Renditen weltweit mit. Das US-Kryptogesetz scheiterte im Senat. Und: Gold hat die im August zurückeroberte 200-Tage-Linie wieder verloren.
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Was das Modell daraus macht

Modell-Haltung und aktuelle Lage je Baustein – die Kurzfassung aller Detail-Radare an einem Ort, in Modellsprache, keine persönliche Empfehlung. Das «statt» vergleicht nicht Profile miteinander, sondern die langfristige Grundaufteilung mit der aktuellen, vorsichtigeren Umsetzung im gelben Umfeld. Die Prozentzahlen gelten für das ausgewogene Profil – wähle oben dein Risikoprofil, dann rechnet die Tabelle auf dich um.

BausteinModell-HaltungSeit letztem UpdateLage & Begründung
Aktien gesamtReduziert 34% statt 40%unverändertGelbes Umfeld, jetzt am unteren Rand: Zinsen über 5%, Marktbreite unter 40%, Notenbank in der Erhöhung. Das Modell bleibt am unteren Ende der Bandbreite und kauft nicht nach. Kippt ein weiteres Signal, gilt das rote Band (ausgewogen 25–35%). Die Bewertung bleibt hoch: Die USA stehen auf 95 von 100.
davon Tech / ChipsDeutlich reduziertunverändertDer Nasdaq 100 liegt rund 6% unter seinem Juni-Hoch und unter der 50-Tage-Linie; der August war sein schwächster Monat seit März 2025. Die KI-Debatte hat gedreht: Warnungen aus der Branche selbst vor dem Tempo der Entwicklung belasten Chip- und KI-Werte, und Zinsen über 5% treffen Wachstumswerte am härtesten. Kein Nachkauf, bevor sich der Sektor beruhigt.
Cash & kurze AnleihenAufgestockt 37% statt 30%unverändertPuffer gegen Schwankungen und Reserve für bessere Einstiegsmomente. Bei einem US-Leitzins von 3.75–4.00% sind kurze Dollar-Laufzeiten so gut verzinst wie seit Jahren; in Franken bleibt die Verzinsung tief (SNB-Leitzins 0%, nächste Lagebeurteilung 24. September) – dafür ohne Währungsrisiko.
Gold & Edelmetalle Voll gewichtet 15%
Struktur Gold 75 / Silber 15 / Minen 10
unverändert – Trendregel nicht ausgelöst Gold ist mit rund 4'300 $ wieder unter seine 200-Tage-Linie (rund 4'540 $) gefallen – die Trendwende vom 21. August hat nicht gehalten; Auslöser sind Realzinsen über 2.5% und der stärkere Dollar. Silber notiert bei 63.6 $, rund 11% unter seiner fallenden 200-Tage-Linie – die Bedingung für die Rückverschiebung auf 60/25/15 (Wochenschluss Silber über der eigenen 200-Tage-Linie) rückt damit weiter weg. Struktur 75/15/10 und Quote 15% bleiben. Aus Schweizer Sicht fällt der Rückgang milder aus: Der Dollar hat seit Ende August rund 2% zum Franken zugelegt.
Rohstoffe Leicht reduziert 9% statt 10% unverändert Öl über 105 $ nach dem Angriff auf die saudische Pipeline (+16% im Monat, Spitze 108.75 $ am 15. September) – Energie ist mit +40% der stärkste Aktiensektor des Jahres. Aber ein Preis, der von Drohnen und Pipelines abhängt, ist kein Trend: Saudi-Arabien will die halbe Kapazität innert Tagen zurückbringen. Kupfer hat sich mit rund 14'200 $ pro Tonne vom Rekordhoch gelöst. Der Baustein trägt, ohne ausgebaut zu werden.
KryptoStark reduziert max. 5%, nur BTC/ETHunverändert – Nachkauf-Bedingung nicht erfülltAnfang September erreichte Bitcoin die 200-Wochen-Linie (rund 80'500 $), scheiterte zum vierten Mal an der 82'000-Marke und fiel wieder ab – kein bestätigter Wochenschluss darüber. Mit rund 76'000 $ hält der Kurs klar über der 200-Tage-Linie (rund 70'500 $, Vorsprung rund 8%) und über der 50-Tage-Linie. Das Scheitern des US-Kryptogesetzes im Senat und die höheren Zinsen belasten. Reduzierte Quote, kein Nachkauf.
Kurz gesagt: Die Quoten bleiben unverändert – aber aus dem umgekehrten Grund wie Ende August: Damals hellte sich das Bild auf, jetzt trübt es sich ein. Das Modell reagiert darauf nicht mit einer Zwischenstufe, sondern misst am Wochenschluss vom 18. September nach. Die beiden Trendregeln (Silber über der 200-Tage-Linie, Bitcoin bestätigt über beiden Trendlinien) sind nicht ausgelöst. Wer nach der Gelb-Aufteilung positioniert ist, bleibt es. Erst ein Ampelwechsel (Kriterien weiter unten) würde die Quoten selbst bewegen.
So hängen die Ebenen zusammen: Diese Seite ist das führende Dokument des Systems: Die sieben Signalwerte oben und die Baustein-Lage in dieser Tabelle werden bei jedem Update frisch erhoben (aktuell 11.–16. September). Die Ampel-Logik, Quoten und Schwellenwerte stammen aus dem Experten-Modell, das mit diesem Lauf ebenfalls nachgeführt wurde. Da die Ampel seit dem 4. Juli durchgehend auf Gelb steht, sind die Quoten unverändert gültig. Bewertungskontext und Liquiditäts-Kontext in den nächsten beiden Abschnitten sind langsame Ebenen: monatliche Daten, ohne Einfluss auf die Ampel-Zählung.
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Wie teuer sind die Aktienmärkte?

Die Ampel oben misst Stimmung, Stress und Trend – also das aktuelle Wetter. Die Bewertung misst etwas anderes: den Preis, den man heute für künftige Unternehmensgewinne bezahlt. Sie taugt nicht als Timing-Signal – teure Märkte können lange teuer bleiben –, aber sie erklärt, warum das Modell im gelben Umfeld lieber am unteren Rand der Bandbreiten bleibt, statt teuer nachzukaufen.

USA
95 · sehr teuer
Europa
84 · teuer
Schweiz
80 · teuer
Japan
73 · teuer
China
49 · moderat
Skala 0–100: je höher, desto teurer im historischen Vergleich. In den Wert fliessen fünf Kennzahlen ein, u.a. das Shiller-KGV (Preis im Verhältnis zu zehn Jahren inflationsbereinigter Gewinne), Kurs-Buchwert und Dividendenrendite.
Einordnung: Die Industrieländer insgesamt notieren beim Shiller-KGV um 34 – der teuerste Stand der letzten 25 Jahre, und das trotz der Korrektur im September. Wirklich günstig sind nur Randmärkte wie Hongkong (34) und Brasilien (35). Am anderen Ende stehen die Niederlande (96), die USA (95) und Taiwan (94); die Schweiz ist mit 80 leicht teurer geworden, Japan (73) ebenfalls, China (49) etwas günstiger. Über die Branchen hinweg sind Industrie (98), Finanz (97) und Technologie (95) am teuersten, am wenigsten gedehnt sind Energie (74), Basiskonsum (75) und Gesundheit (76). Hohe Bewertungen lösen keine Korrektur aus, aber sie machen Märkte verwundbarer, wenn etwas schiefgeht – Zinsen über 5% sind so ein Fall –, und dämpfen die langfristig zu erwartenden Renditen. Genau deshalb hält das Modell im gelben Umfeld Reserven. Diese Übersicht fliesst nicht in die Ampel-Zählung ein und wird monatlich aktualisiert. Quelle: Bewertungsübersicht The Market (NZZ) · Stand: September 2026.

Wie viel Geld ist im System?

Neben dem Wetter (Ampel) und dem Preis (Bewertung) gibt es eine dritte, sehr langsame Ebene: wie viel Geld überhaupt im Umlauf ist. Sie erklärt keine einzelne Woche, prägt aber Jahre – und sie ist derzeit in Bewegung.

KennzahlAktuellWas sie zeigt
Geldmenge USA (M2)23'218 Mrd. $
+5.4% zum Vorjahr
Stand Juli 2026, veröffentlicht am 25. August; der August-Wert erscheint um den 22. September. Das schnellste Wachstum seit 2022 – nach zwei Jahren Stagnation fliesst wieder Geld ins System. Die Zinserhöhung wirkt dem künftig entgegen.
Bilanz der US-Notenbankrund 6'700 Mrd. $
leicht wachsend
Die Bilanz hat sich nach dem Abbau seit 2022 bei rund 6'700 Mrd. $ stabilisiert und wächst wieder leicht (Ablesung). Die Notenbank entzieht dem System kein Geld mehr – sie erhöht jetzt den Preis des Geldes statt seine Menge zu verknappen.
Geldmenge weltweitrund +8%Weiter auf Rekordniveau, rund 122 Bio. $ (Ablesung aus einer Grafik, kein exakt gemeldeter Wert). Ein Teil davon ist rechnerisch: Ein schwächerer Dollar lässt in Dollar umgerechnete Guthaben im Ausland grösser erscheinen – mit dem stärkeren Dollar seit Mitte September dreht dieser Effekt.
Warum das kein Ampelsignal ist: Die Geldmenge wird mit rund vier Wochen Verzug veröffentlicht, ihr Verlauf steigt fast immer, und der scheinbare Gleichlauf mit den Kursen entsteht zu grossen Teilen durch genau diesen gemeinsamen Aufwärtstrend – nicht durch einen belastbaren Zusammenhang, aus dem sich ein Kauf- oder Verkaufszeitpunkt ableiten liesse. Das Modell führt sie deshalb bewusst als Kontext ohne Ampel-Einfluss: Sie hilft einzuordnen, warum Sachwerte wie Gold und Bitcoin im Sommer anzogen, während der Dollar nachgab – und warum beide im September nachgeben, seit Zinsen und Dollar steigen. Quellen: US-Notenbank (Geldmenge, Bilanz), Liquiditätsgrafiken The Market (NZZ) · Stand: 14. September 2026 (Geldmenge USA: Juli-Wert).
Tabelle seitlich scrollbar – die erste Spalte bleibt stehen.

Aktuelle taktische Anpassung bei Marktampel GELB (ausgewogenes Profil)

Vorab das Wichtigste: Deine persönliche Aufteilung hängt von Anlagehorizont, Risikofähigkeit, Einkommen, Vorsorgesituation, Steuern und Liquiditätsbedarf ab. Die folgende Aufteilung ist ein Modellwert für das aktuelle gelbe Umfeld – etwas vorsichtiger als in normalen Zeiten. Zur Einordnung: 40% Aktien ist das langfristige Profilmodell, 34% die aktuell vorsichtigere Umsetzung – die Marktampel justiert die Dosierung, nicht die Strategie.

Aktien 34% (USA ~17 · Europa ~3 · Japan ~2 · übrige Welt ~2 · Schweiz ~7 · Schwellenländer ~3) Anleihen/Geldmarkt/Cash 37% Edelmetalle 15% (Gold ~11 · Silber ~2 · Minen/übrige ~2) Rohstoffe 9% (Energie ~3 · Industriemetalle ~3 · Agrar ~2 · kritische Metalle ~1) Krypto 0–5% (optional – wer verzichtet, schlägt den Anteil dem Cash-/Anleihenpolster zu)

Warum diese Aufteilung?

Erstens: Die Aktienquote liegt etwas unter normal, weil der Tech-Sektor überhitzt ist und die Zinsfrage offen bleibt. Zweitens: Das Cash-Polster ist bewusst gross – es reduziert Schwankungen und hält Reserve für bessere Einstiegsmomente bereit, auch wenn Cash langfristig Kaufkraft verlieren kann. Drittens: Der Edelmetall-Baustein bleibt voll gewichtet, weil er das Depot in Stressphasen stabilisieren kann – neu aber mit klarem Schwerpunkt auf Gold statt Silber und Minen, weil diese im Rückschlag deutlich stärker verlieren. Er ersetzt keine breit gestreute Aktien- und Anleihenstruktur. Viertens: Rohstoffe profitieren von China und der Elektrifizierung, ohne am Tech-Hype zu hängen. Fünftens: Krypto bleibt klein, weil schon 5% davon rund einen Viertel des gesamten Depot-Risikos ausmachen können.

Ohne gewähltes Profil zeigt diese Aufteilung das ausgewogene Modell. Wähle oben dein Risikoprofil, dann rechnet die Grafik auf deine Bandbreite um.
Orientierung, keine persönliche Anlageberatung. Für Details: Selbsttest «Persönliches Risikoprofil» und der Expertenbereich mit allen Radaren.

Was sich ändern müsste, damit die Ampel umspringt

Richtung GRÜN («Ruhig»)

  • Der US-10-Jahreszins fällt nachhaltig unter die 4.6%-Schwelle zurück – dafür müsste der Ölpreis deutlich nachgeben oder die Inflation drehen
  • Die Marktbreite kehrt über 55% zurück – die Rally trägt wieder breit
  • Zinsschwankung (MOVE) wieder unter 80 und Dollar-Index unter 100
  • Grün ist weit weg: Dafür bräuchte das Modell einen Punktestand von +6, aktuell steht es bei −2

Richtung ROT («Risiko senken»)

  • Der VIX schliesst eine Woche über 18 (aktuell 17.7) – das allein reicht rechnerisch für Rot
  • Firmen müssen mehr für Kredit zahlen: Spreads über 3.5% (aktuell 2.65%)
  • Bitcoin fällt unter seine 200-Tage-Linie (rund 70'500 $)
  • Die Zinsschwankung MOVE steigt über 120 oder der Dollar-Index über 104
  • Von den vier Rot-Kriterien des letzten Updates sind drei eingetreten (Marktbreite unter 40%, Zins bei 5%, Notenbank erhöht) – deshalb steht die Ampel jetzt am Rand

Die nächste Messung ist der Wochenschluss vom 18. September: VIX, 10-Jahreszins und Marktbreite entscheiden, ob Gelb hält. Am selben Tag entscheidet die japanische Notenbank. Am 24. September folgt die Lagebeurteilung der SNB (Leitzins 0%), am 30. September das bevorzugte Inflationsmass der US-Notenbank und die Frist für den US-Haushalt (drohender Shutdown). Danach: Arbeitsmarktbericht am 2. Oktober, September-Inflation Mitte Oktober, Zinsentscheid am 27./28. Oktober – der Terminmarkt sieht dort rund 50% für eine weitere Erhöhung, bis Dezember rund 90% für mindestens eine – und die Zwischenwahlen am 3. November. Im Hintergrund: die Strasse von Hormus und die saudische Pipeline, für die eine halbe Kapazität innert Tagen und die volle in rund sechs Wochen angekündigt ist.

Datenquellen – hier kannst du alles selbst prüfen

Alle Quellen aktualisieren sich laufend oder regelmässig:

Angstbarometer VIXcboe.com · historische Daten
Anleihen-Stress MOVEfinance.yahoo.com
Kreditstress (High-Yield-OAS)fred.stlouisfed.org
US-10-Jahreszinsfred.stlouisfed.org
Dollar-Index DXYtradingview.com
USD/CHF und EUR/CHFsnb.ch
S&P 500 / Nasdaq 100S&P 500 · Nasdaq 100
Bitcoincoingecko.com
Goldtradingview.com
Geldmenge M2 (USA)fred.stlouisfed.org
MSCI-Indizes (Welt, ACWI, ACWI IMI)World · ACWI · ACWI IMI
Für Fortgeschrittene: das komplette Radar-System

Diese Seite ist die zentrale Übersicht – hier steht immer der aktuellste Stand. Dahinter arbeitet ein mehrstufiges Modell: Persönliches Risikoprofil → Marktrisiko-Radar (bestimmt die Ampel) → Regionen- & Home-Bias-Radar → Sektor-Radare (Tech, Edelmetalle, Rohstoffe, Krypto) → Anleihen-Radar. Die Detail-Radare im Expertenbereich dokumentieren Instrumente, Schwellenwerte und Gewichtungen; sie werden nur bei vollen Systemläufen nachgeführt und können daher einen älteren Datenstand tragen – massgeblich ist diese Seite.

Für Eilige

Die Marktlage steht auf GELB: angespannt, aber nicht gefährlich – und zwar am unteren Rand des gelben Bereichs. Nur noch drei von sieben Signalen stehen auf ruhig. Was passiert ist: Ein Angriff auf die wichtigste saudische Öl-Pipeline trieb den Ölpreis über 105 Dollar, der US-10-Jahreszins stieg über 5% (höchster Stand seit 2007), und die US-Notenbank hat am 16. September den Leitzins erstmals seit 2023 erhöht – auf 3.75–4.00%, mit Aussicht auf mehr. Die Marktbreite ist unter die rote 40%-Marke gefallen, Zinsschwankung und Dollar über ihre Schwellen gestiegen. Was hält: Die Kreditmärkte bleiben eng (2.65%), der VIX liegt mit 17.7 knapp unter seiner Schwelle, Bitcoin (rund 76'000 $) über der 200-Tage-Linie, der S&P 500 nur rund 3% unter seinem Hoch. Gold (rund 4'300 $) ist dagegen wieder unter die 200-Tage-Linie gefallen, Silber liegt weit darunter. Im gelben Umfeld liegt das Modell für ein ausgewogenes Profil eher defensiv: rund 34% Aktien (breit gestreut, davon rund ein Fünftel Schweiz), 37% Cash und Anleihen, 15% Edelmetalle, 9% Rohstoffe und höchstens 5% Krypto – unverändert. Ein weiteres Signal würde die Ampel auf Rot und die Aktienquote ins rote Band drehen. Die nächsten wichtigen Datenpunkte: der Wochenschluss vom 18. September, die SNB-Lagebeurteilung am 24. September, US-Inflationsmass und Haushaltsfrist am 30. September, der nächste Zinsentscheid am 27./28. Oktober.

Dieses Cockpit ist Orientierung und Finanzbildung, keine persönliche Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Alle Werte sind Modellwerte mit Quellenangabe und Datenstand; die persönliche Umsetzung gehört in ein Gespräch mit einer Fachperson. © Dominique Rychner · Signalwerte: 11.–16. September 2026 · Volllauf: 17. September 2026 · Bewertungskontext: September 2026 · Liquiditäts-Kontext: 14. September 2026 (Geldmenge USA: Juli).