Marktlage in 60 Sekunden
Marktlage + Risikoprofil = deine Orientierung
Deine persönliche Einschätzung entsteht aus zwei Teilen: Die Marktampel zeigt, wie das Umfeld gerade aussieht. Dein Risikoprofil zeigt, wie viel Schwankung du persönlich aushalten kannst. Eine gute Anlagestrategie braucht beides – wähle dein Profil aus dem Selbsttest «Persönliches Risikoprofil»:
Ohne Risikoprofil zeigen wir nur die allgemeine Marktlage.
Für eine sinnvolle Einordnung deiner Geldaufteilung brauchst du zuerst dein persönliches Profil – der Test dauert rund drei Minuten: Zum Selbsttest «Persönliches Risikoprofil» →
Orientierungs-Matrix: Aktienquote nach Profil und Marktampel
| Profil | Grün | Gelb ◀ aktuell | Rot | Dunkelrot |
|---|---|---|---|---|
| Sicherheitsorientiert | 15–25% | 10–20% | 5–15% | 0–10% |
| Konservativ | 25–35% | 20–30% | 15–25% | 10–20% |
| Ausgewogen | 35–50% | 30–42% | 25–35% | 20–30% |
| Wachstumsorientiert | 50–65% | 45–58% | 35–50% | 30–45% |
| Dynamisch | 60–75% | 55–68% | 45–60% | 40–55% |
Strategisch vs. taktisch – der Unterschied in zwei Sätzen
Strategische Aufteilung: deine langfristige Grundaufteilung. Sie kommt aus deinem Risikoprofil, deinen Zielen und deinem Anlagehorizont – und ändert sich nur, wenn sich dein Leben ändert, nicht wenn die Börse wackelt.
Taktische Anpassung: die kleine Feinsteuerung an die aktuelle Marktlage – zum Beispiel etwas mehr Reserve bei gelber Ampel. Sie verändert nie deine ganze Strategie, nur die Dosierung.
Was bedeutet das für mein Geld? · Deine langfristige Grundaufteilung
Drei Beispielprofile zur Orientierung. Welches zu dir passt, hängt von deinem Anlagehorizont, deiner Reserve und deinen Nerven ab – der Selbsttest «Persönliches Risikoprofil» hilft bei der Einordnung. Zahlen jeweils in Prozent des Anlagevermögens. Wichtig: Das hier ist die langfristige, strategische Basis aus deinem Profil – die vorsichtigere taktische Umsetzung im aktuellen gelben Umfeld folgt weiter unten. Dass dort für das ausgewogene Profil 34% statt 40% Aktien stehen, ist kein Widerspruch, sondern Feinsteuerung. Die Tabelle zeigt drei verdichtete Beispielprofile; der Selbsttest unterscheidet feiner in fünf Stufen – deine persönliche Bandbreite erscheint oben in der Profilkachel.
| Baustein | Vorsichtig | Ausgewogen | Wachstums-orientiert |
|---|---|---|---|
| Aktien total | 30% | 40% | 55% |
| USA | ~15% | ~20% | ~27% |
| Europa (ohne Schweiz) | ~3% | ~4% | ~6% |
| Japan | ~1% | ~2% | ~2% |
| Übrige Industrieländer (Kanada, Australien …) | ~2% | ~2% | ~4% |
| Schweiz | ~6% | ~8% | ~11% |
| Schwellenländer | ~3% | ~4% | ~5% |
| Anleihen / Geldmarkt / Cash total | 50% | 30% | 15% |
| CHF-Cash / Geldmarkt | ~25% | ~15% | ~8% |
| CHF-Obligationen (kurze Laufzeiten) | ~20% | ~12% | ~6% |
| Fremdwährungs-Obligationen (abgesichert) | ~5% | ~3% | ~1% |
| Gold / Edelmetalle total | 12% | 15% | 15% |
| Gold | ~9% | ~11% | ~11% |
| Silber | ~2% | ~2% | ~2% |
| Minen & übrige Edelmetalle (Platin …) | ~1% | ~2% | ~2% |
| Rohstoffe total | 8% | 10% | 8% |
| Energie (Öl, Gas) | ~3% | ~4% | ~3% |
| Industriemetalle (Kupfer, Aluminium) | ~2% | ~3% | ~2% |
| Agrar | ~2% | ~2% | ~2% |
| Kritische Metalle (Uran, Lithium …) | ~1% | ~1% | ~1% |
| Krypto total (optional, klein) | 0% | 0–5% | 0–7% |
| Bitcoin & Ethereum (Kern) | 0% | 0–4% | 0–5% |
| Übrige Coins – im Modell derzeit ausgesetzt | 0% | 0–1% | 0–2% |
In Alltagssprache: «Vorsichtig» heisst: Die Hälfte bleibt sicher parkiert, Schwankungen bleiben klein – dafür wächst es langsam. «Ausgewogen» heisst: Rückschläge von 15–20% muss man aushalten können, dafür arbeitet mehr Geld. «Wachstumsorientiert» braucht über zehn Jahre Zeit und gute Nerven für Rückschläge von 25–30%.
Was jetzt eher sinnvoll ist
Tun
- Sparpläne unverändert weiterlaufen lassen
- Rebalancing prüfen: Ist Tech/USA nach der Rally übergewichtet?
- Klumpenrisiken sichtbar machen (USA, Tech, Schweiz, Krypto)
- Notgroschen (3–6 Monatsausgaben) getrennt halten
Abwarten
- Grosse Einmalkäufe – v.a. rund um Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten im August
- Chip-/KI-Aktien: erst die Stabilisierung des Sektors abwarten, nicht ins fallende Messer greifen
- Silber und Goldminen: erst Bestätigung der Wende abwarten
Vermeiden
- Panikverkäufe bei normalen Schwankungen
- Kredit oder Hebel für Anlagen
- Alles auf ein Thema setzen (KI, Krypto, ein Land)
- Die Liquiditätsreserve investieren
Die wichtigsten Marktsignale, einfach erklärt
Sieben Messwerte, auf die Profis schauen – hier übersetzt. Jeder Wert mit Ampel, Quelle und Datenstand; über die Links kannst du alles selbst nachprüfen.
| Signal | Was es misst | Wert | Ampel | Kurz erklärt | Quelle · Stand |
|---|---|---|---|---|---|
| VIX | Angstbarometer für Aktien | ~15 · fallend | ruhig | Nach den Inflationszahlen unter die 18er-Schwelle gefallen (Mittwochsschluss 14.6, −4.8%) – die Absicherungsnachfrage normalisiert sich. Erste Rückstufung eines Signals seit Juni. | Cboe · 12./13.8. |
| MOVE | Stressbarometer für Anleihen | 72–75 | ruhig | Mehrfach hart verifiziert: klar unter der Juli-Spitze von 80, der Abwärtstrend seit dem März-Hoch (112) setzt sich fort – das Anleihen-Fundament ist so ruhig wie seit über einem Jahr nicht. | Yahoo · 11.8. |
| Kreditstress | Zinsaufschlag riskanter Firmenkredite | 2.71% | ruhig | Die kleine Juli-Spitze (2.84% am 28.7.) ist wieder abgebaut – Firmen bekommen weiterhin günstig Geld, klar unter der Schwelle von 3.5%. Solange das gilt, ist eine Korrektur ein Gewitter, keine Krise. | FRED · 6.8. |
| US-10-Jahreszins | Zinsdruck auf alle Anlagen | 4.65% · leicht rückläufig | angespannt | Nach den Inflationszahlen etwas zurückgekommen, aber weiter über der roten 4.6%-Schwelle (30 Jahre 5.2%). Bleibt das härteste Einzelsignal – der Abstand zur Schwelle ist allerdings klein geworden. | FRED · 12./13.8. |
| Dollar & Franken | Währungsdruck | DXY ~100 | aufpassen | Zwei Kräfte im Gleichgewicht: Die Hormus-Blockade stützt den Dollar als Hafen, die kühleren Inflationszahlen dämpfen – der Index klebt an der 100er-Schwelle. Frankenkurse folgen beim Volllauf im September. | SNB · 12./13.8. |
| Marktbreite | Trägt der Markt breit – oder nur wenige Grosse? | 59% über 50-Tage-Linie | ruhig | 59% der 500 grössten US-Aktien liegen über ihrer 50-Tage-Linie, 65% über der 200-Tage-Linie – beides besser als Ende Juli. Die Basis der Rally ist solide, auch wenn die Tagesschwankungen gross bleiben (Anfang August kurz 72%). | StreetStats · 12.8. |
| Bitcoin vs. 200-Tage-Linie | Risikoappetit bei spekulativen Anlagen | ~63'900 $ · klar darunter | angespannt | Das Seitwärtsband um 64'000 hält seit Wochen – aber klar unter der 200-Tage-Linie (~72'000 $) bleibt das Signal per Regel angespannt. | CoinGecko · 12./13.8. |
Trendfilter: Wo stehen die Kurse zu ihren Durchschnittslinien?
Die Signale oben messen Stress und Stimmung. Der Trendfilter misst etwas Einfacheres: Liegt ein Kurs über oder unter seinem gleitenden Durchschnitt? Die 50-Tage-Linie zeigt den kurz- bis mittelfristigen Trend, die 200-Tage-Linie den langfristigen. Als Faustregel sprechen Kurse über der 200-Tage-Linie für einen intakten langfristigen Aufwärtstrend; darunter ist das technische Bild meist angeschlagen. Kein Kauf- oder Verkaufssignal, aber ein nüchterner Realitätscheck.
| Anlage | Kurs | 50-Tage-Linie | 200-Tage-Linie | Trendbild | 3 Monate |
|---|---|---|---|---|---|
| S&P 500 | 7'749 | darüber | klar darüber | Aufwärtstrend intakt, nahe Rekord | +4.1% |
| Nasdaq 100 | 29'743 | wieder darüber | darüber | Erholt: Ein-Monats-Hoch, Chips stabilisieren sich | +1.3% |
| Gold | ~4'400 $ | darüber | an der Linie (~4'470) | Wende-Test läuft: +8% seit Ende Juli | – |
| Silber | ~65.5 $ | darüber | noch darunter | Kräftige Erholung: +13%, Sieben-Wochen-Hoch | – |
| Bitcoin | ~63'900 $ | etwa auf Höhe | klar darunter | Abwärtstrend, Seitwärtsband | – |
Was sich seit dem letzten Update geändert hat
Letztes Update: 31. Juli (Volllauf) → dieses Update: 12./13. August (Zwischenlauf nach den US-Inflationszahlen). Die Ampel bleibt auf Gelb, die Zählung verbessert sich von 3 / 2 / 2 auf 4 / 1 / 2: Der VIX ist unter die 18er-Schwelle gefallen – der Zins bleibt aber über der roten Schwelle, und der Ölpreis zieht wieder an:
| Signal | 31. Juli | 12./13. August | Bewegung |
|---|---|---|---|
| US-10-Jahreszins | 4.62% · angespannt | 4.65% · angespannt | → unverändert angespannt – nach den Inflationszahlen leicht rückläufig, aber weiter über der roten Schwelle |
| Bitcoin | 63'843 $ · angespannt | ~63'900 $ · angespannt | → unverändert angespannt – Seitwärtsband um 64'000, weiter klar unter der 200-Tage-Linie |
| VIX | ~18 · aufpassen | ~15 · ruhig | ▼ verbessert – unter die 18er-Schwelle gefallen, erste Rückstufung eines Signals seit Juni |
| Marktbreite | 57% über 50-Tage | 59% über 50-Tage · 65% über 200-Tage | ▼ verbessert – beide Breiten-Werte gestiegen, klar über der Grün-Schwelle (55%) |
| Dollar & Franken | DXY ~100 | DXY ~100 | → unverändert aufpassen – Hormus stützt, kühlere Inflation dämpft, der Index klebt an der Schwelle |
| Kreditstress | rund 2.8% (Spitze 28.7.) | 2.71% (6.8.) | → unverändert ruhig – die kleine Juli-Spitze ist wieder abgebaut |
| MOVE | knapp unter 80 | 72–75 (11.8.) | → unverändert ruhig – Abwärtstrend seit dem März-Hoch setzt sich fort |
Was das Modell daraus macht
Modell-Haltung und aktuelle Lage je Baustein – die Kurzfassung aller Detail-Radare an einem Ort, in Modellsprache, keine persönliche Empfehlung:
| Baustein | Modell-Haltung | Seit letztem Update | Lage & Begründung |
|---|---|---|---|
| Aktien gesamt | Reduziert 34% statt 40% | unverändert | Gelbes Umfeld: unteres Ende der Bandbreite. Die Inflation kühlt planmässig und die Hike-Wahrscheinlichkeit sinkt – aber der Zins bleibt über der roten Schwelle, und Öl zieht wieder an. Der S&P notiert nahe Rekord: kein Grund zu jagen, kein Grund zu fliehen. |
| davon Tech / Chips | Deutlich reduziert | unverändert | Der Sektor stabilisiert sich: Halbleiter legten am Mittwoch rund 3% zu, der Nasdaq 100 markiert ein Ein-Monats-Hoch – bleibt aber deutlich unter seinem Hoch. Die KI-Nachfrage lebt, doch das Modell kauft nicht nach, bevor aus dem Erleichterungs-Sprint eine nachhaltige Beruhigung wird. |
| Cash & kurze Anleihen | Aufgestockt 37% statt 30% | unverändert | Puffer gegen Schwankungen und Reserve für bessere Einstiegsmomente – bei 10-Jahres-Zinsen um 4.65% sind kurze Laufzeiten zudem ordentlich verzinst. |
| Gold & Edelmetalle | Voll gewichtet 15% Struktur neu Gold 75 / Silber 15 / Minen 10 |
Quote und Struktur unverändert | Die Erholung ist da: Gold +8% auf rund 4'400 $ – erster Test der 200-Tage-Linie von unten seit dem Einbruch (der Anlauf am Mittwoch bei 4'450 wurde abgewiesen) –, Silber +13% auf ein Sieben-Wochen-Hoch. Der Umbau auf 75/15/10 vom 4. August war Risikoreduktion, kein Timing-Signal: In dieser Erholungsphase kostet er etwas Aufholpotenzial beim schwankungsstärkeren Silber – das ist der bewusste Preis der Stabilität. Quote (15%) und Struktur bleiben unverändert; über eine Rückverschiebung entscheidet erst ein bestätigter Trendwechsel (Wochenschluss über der 200-Tage-Linie), nicht ein einzelner Retest. |
| Rohstoffe | Leicht reduziert 9% statt 10% | unverändert | Der Öl-Whipsaw geht weiter: rund 83 $ Ende letzter Woche, jetzt wieder 89 $ – die Hormus-Verhandlungen stecken fest, nur ein Bruchteil der üblichen Schiffe passiert die Strasse, die strategische US-Reserve liegt auf dem tiefsten Stand seit 1983. Ein solcher Markt ist kein Kaufsignal, die Quote bleibt leicht reduziert. Auf der anderen Seite notiert Kupfer nahe Rekord, und Energie bleibt der stärkste Aktiensektor des Jahres: Der Baustein trägt, auch wenn er nicht ausgebaut wird. |
| Krypto | Stark reduziert max. 5%, nur BTC/ETH | unverändert | Bitcoin pendelt weiter um 64'000 – unter 200-Tage- und 200-Wochen-Linie bleibt das Modell nicht im Nachkauf-Modus. Keine Änderung. |
Wie teuer sind die Aktienmärkte?
Die Ampel oben misst Stimmung, Stress und Trend – also das aktuelle Wetter. Die Bewertung misst etwas anderes: den Preis, den man heute für künftige Unternehmensgewinne bezahlt. Sie taugt nicht als Timing-Signal – teure Märkte können lange teuer bleiben –, aber sie erklärt, warum das Modell im gelben Umfeld lieber am unteren Rand der Bandbreiten bleibt, statt teuer nachzukaufen.
Aktuelle taktische Anpassung bei Marktampel GELB (ausgewogenes Profil)
Vorab das Wichtigste: Deine persönliche Aufteilung hängt von Anlagehorizont, Risikofähigkeit, Einkommen, Vorsorgesituation, Steuern und Liquiditätsbedarf ab. Die folgende Aufteilung ist ein Modellwert für das aktuelle gelbe Umfeld – etwas vorsichtiger als in normalen Zeiten. Zur Einordnung: 40% Aktien ist das langfristige Profilmodell, 34% die aktuell vorsichtigere Umsetzung – die Marktampel justiert die Dosierung, nicht die Strategie.
Warum diese Aufteilung?
Erstens: Die Aktienquote liegt etwas unter normal, weil der Tech-Sektor überhitzt ist und die Zinsfrage offen bleibt. Zweitens: Das Cash-Polster ist bewusst gross – es reduziert Schwankungen und hält Reserve für bessere Einstiegsmomente bereit, auch wenn Cash langfristig Kaufkraft verlieren kann. Drittens: Der Edelmetall-Baustein bleibt voll gewichtet, weil er das Depot in Stressphasen stabilisieren kann – neu aber mit klarem Schwerpunkt auf Gold statt Silber und Minen, weil diese im Rückschlag deutlich stärker verlieren. Er ersetzt keine breit gestreute Aktien- und Anleihenstruktur. Viertens: Rohstoffe profitieren von China und der Elektrifizierung, ohne am Tech-Hype zu hängen. Fünftens: Krypto bleibt klein, weil schon 5% davon rund einen Viertel des gesamten Depot-Risikos ausmachen können.
Was sich ändern müsste, damit die Ampel umspringt
Richtung GRÜN («Ruhig»)
- Der US-10-Jahreszins fällt klar unter die 4.6%-Schwelle zurück (aktuell 4.65% – knapp darüber)
- Die Hormus-Blockade löst sich und der Ölpreis beruhigt sich nachhaltig
- Die Chip-Erholung setzt sich fort und der August-Inflationswert bleibt ruhig
Richtung ROT («Risiko senken»)
- Firmen müssen deutlich mehr für Kredit zahlen (Spreads über 3.5%)
- Das Angstbarometer VIX springt über 25
- Der US-Zins dreht wieder Richtung 4.8–5% oder die Notenbank erhöht im September tatsächlich
Der wichtigste Termin des Monats ist vorbei: Die US-Inflationszahlen für Juli lagen mit 3.4% (Kern 2.5%) exakt auf den Erwartungen – der zweite ruhige Monat in Folge. Der Markt sieht eine September-Erhöhung nur noch bei rund 40% und den ersten Schritt eher im Dezember; einzelne Häuser halten allerdings am September fest. Auch die Produzentenpreise vom 13. August fielen ruhig aus: unverändert zum Vormonat, Jahresrate 4.7% nach 5.5% – beides unter den Erwartungen. Die nächsten Wegmarken: US-Konsumklima am 14. August, das Fed-Inflationsmass PCE am 26. August, die Notenbank-Konferenz in Jackson Hole Ende August, der Zinsentscheid am 15./16. September – und davor die August-Inflation am 11. September, in die der jüngste Öl-Anstieg hineinspielen könnte.
Datenquellen – hier kannst du alles selbst prüfen
Alle Quellen aktualisieren sich laufend oder regelmässig:
| Angstbarometer VIX | cboe.com · historische Daten |
| Anleihen-Stress MOVE | finance.yahoo.com |
| Kreditstress (High-Yield-OAS) | fred.stlouisfed.org |
| US-10-Jahreszins | fred.stlouisfed.org |
| Dollar-Index DXY | tradingview.com |
| USD/CHF und EUR/CHF | snb.ch |
| S&P 500 / Nasdaq 100 | S&P 500 · Nasdaq 100 |
| Bitcoin | coingecko.com |
| Gold | tradingview.com |
| MSCI-Indizes (Welt, ACWI, ACWI IMI) | World · ACWI · ACWI IMI |
Für Fortgeschrittene: das komplette Radar-System
Diese Seite ist die zentrale Übersicht – hier steht immer der aktuellste Stand. Dahinter arbeitet ein mehrstufiges Modell: Persönliches Risikoprofil → Marktrisiko-Radar (bestimmt die Ampel) → Regionen- & Home-Bias-Radar → Sektor-Radare (Tech, Edelmetalle, Rohstoffe, Krypto) → Anleihen-Radar. Die Detail-Radare im Expertenbereich dokumentieren Instrumente, Schwellenwerte und Gewichtungen; sie werden nur bei vollen Systemläufen nachgeführt und können daher einen älteren Datenstand tragen – massgeblich ist diese Seite.
Für Eilige
Die Marktlage steht auf GELB: angespannt, aber nicht gefährlich – und die Signale verbessern sich leicht (4 von 7 ruhig). Die US-Inflation lag im Juli mit 3.4% (Kern 2.5%) exakt auf den Erwartungen, die Wahrscheinlichkeit einer September-Zinserhöhung fiel auf rund 40%, das Angstbarometer VIX rutschte unter seine Schwelle, und der S&P 500 notiert nahe Rekord. Zwei Dinge bleiben heikel: Der US-10-Jahreszins liegt mit 4.65% weiter über der roten 4.6%-Schwelle, und der Ölpreis ist zurück bei rund 89 Dollar, weil die Hormus-Verhandlungen festgefahren sind – bleibt Öl teuer, könnte die August-Inflation wieder höher ausfallen. Auffälligste Bewegung: Gold (+8%) testet erstmals seit dem Einbruch wieder seine 200-Tage-Linie, Silber springt auf ein Sieben-Wochen-Hoch – eine Wende wäre es erst mit bestätigtem Wochenschluss über der Linie. Im gelben Umfeld liegt das Modell für ein ausgewogenes Profil eher defensiv: rund 34% Aktien (breit gestreut, davon rund ein Fünftel Schweiz), 37% Cash und Anleihen, 15% Gold, 9% Rohstoffe und höchstens 5% Krypto – langfristig darf die Aktienquote höher liegen, wenn Horizont und Risikofähigkeit passen. Die nächsten wichtigen Datenpunkte: Konsumklima (14.8.), Fed-Inflationsmass PCE (26.8.), Jackson Hole Ende August, Zinsentscheid Mitte September.
Dieses Cockpit ist Orientierung und Finanzbildung, keine persönliche Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Alle Werte sind Modellwerte mit Quellenangabe und Datenstand; die persönliche Umsetzung gehört in ein Gespräch mit einer Fachperson. © Dominique Rychner · Signalwerte: 6.–13. August 2026 · Volllauf: 31. Juli 2026 · Zwischenläufe: 4. und 12./13. August 2026 · Bewertungskontext: August 2026.