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Persönliches Risikoprofil – nicht Marktrisiko
Selbsttest · 10 Fragen · misst dich, nicht den Markt

Persönliches Risikoprofil

Zwei Dinge bestimmen, wie viel Anlagerisiko zu dir passt: deine Risikofähigkeit (kannst du Schwankungen finanziell tragen?) und deine Risikobereitschaft (willst du sie emotional aushalten?). Die schwächere der beiden Dimensionen begrenzt dein Profil – genau so, wie es auch professionelle Beratung handhabt. Zur Einordnung: Dieser Test misst dich, nicht den Markt – das Marktumfeld überwacht der separate Marktrisiko-Radar mit seinem Regime (GRÜN/GELB/ROT/DUNKELROT).

Teil 1 · Risikofähigkeit
Frage 1 von 10: Wie lange kannst du dein Anlagegeld voraussichtlich investiert lassen?
Der Anlagehorizont ist der stärkste einzelne Faktor: Zeit glättet Schwankungen.

Die fünf Profile im Überblick

Der Test ordnet dich einer dieser Stufen zu – massgeblich ist die schwächere deiner beiden Dimensionen (Risikofähigkeit oder Risikobereitschaft):

ProfilLangfristige AktienspanneCharakter
1 · Sicherheitsorientiert10–25%Kapitalerhalt steht über allem
2 · Konservativ20–35%Vorsichtiges Wachstum mit solidem Liquiditätssockel
3 · Ausgewogen30–50%Balance – Rückschläge von 15–20% gehören dazu
4 · Wachstumsorientiert45–65%Rendite hat Vorrang – langer Horizont nötig
5 · Dynamisch55–75%Maximale Wachstumsausrichtung für sehr lange Horizonte

Für die Marktseite gilt: Stufe 1–2 = «Vorsichtig», Stufe 3 = «Ausgewogen», Stufe 4–5 = «Wachstumsorientiert». Nach dem Test übergibt der Button «Marktlage mit deinem Profil ansehen» dein Ergebnis direkt an die Übersicht.

Dieser Selbsttest ist ein Reflexions- und Bildungswerkzeug, keine Anlageberatung und keine Finanzanalyse im Sinne von FIDLEG. Die Modell-Allokation ist eine schematische Illustration typischer Profilquoten. Konkrete Anlageentscheide gehören in ein Gespräch mit einer Fachperson, die deine Gesamtsituation kennt.
Marktlage in 60 Sekunden
Markt-Cockpit für Anlegerinnen und Anleger · Schweiz

Marktlage in 60 Sekunden

GELB · AUFPASSEN
Die Lage bleibt angespannt, aber nicht gefährlich: fragile Feuerpause im Nahen Osten, eine falkenhafte US-Notenbank und ein Chip-Sektor im Bärenmarkt.
Datenstand: 31. Juli 2026 · Volllauf nach dem US-Zinsentscheid · jedes Signal unten mit eigenem Stand · Feinabgleich: Anfang August
Was für Vorsicht spricht Der US-10-Jahreszins ist über die rote 4.6%-Schwelle gestiegen, die Notenbank hielt am 29. Juli zwar still – aber mit drei Gegenstimmen für eine Erhöhung (so viele wie zuletzt 2016). Die Börse quittierte das mit dem schlechtesten Tag seit April 2025, und der Chip-Index bleibt im Bärenmarkt (neue Konkurrenz aus China).
Was für Entwarnung spricht USA und Iran haben eine Feuerpause vereinbart (Gespräche im Oman) – der Ölpreis ist von fast 100 auf rund 87 Dollar zurückgekommen. Die Kreditmärkte bleiben ruhig, die grossen Tech-Firmen liefern starke Zahlen und bestätigen ihre KI-Investitionen (Microsoft-Erleichterungsrally am Donnerstag), und in Bitcoin-Fonds fliesst die dritte Woche in Folge frisches Geld. Und die Marktbreite ist gesünder als gedacht: 57% der grossen US-Aktien liegen über ihrer 50-Tage-Linie.
Was das für Anleger heisst Kein Handlungsbedarf: Wer nach der Gelb-Aufteilung positioniert ist, bleibt es. Sparpläne laufen lassen, Reserve behalten, bei Tech und Krypto weiter zurückhaltend bleiben – der Zinsdruck ist aktuell das härteste Einzelsignal.

Marktlage + Risikoprofil = deine Orientierung

Deine persönliche Einschätzung entsteht aus zwei Teilen: Die Marktampel zeigt, wie das Umfeld gerade aussieht. Dein Risikoprofil zeigt, wie viel Schwankung du persönlich aushalten kannst. Eine gute Anlagestrategie braucht beides – wähle dein Profil aus dem Selbsttest «Persönliches Risikoprofil»:

Ohne Risikoprofil zeigen wir nur die allgemeine Marktlage.

Für eine sinnvolle Einordnung deiner Geldaufteilung brauchst du zuerst dein persönliches Profil – der Test dauert rund drei Minuten: Zum Selbsttest «Persönliches Risikoprofil» →

Orientierungs-Matrix: Aktienquote nach Profil und Marktampel

ProfilGrünGelb ◀ aktuellRotDunkelrot
Sicherheitsorientiert15–25%10–20%5–15%0–10%
Konservativ25–35%20–30%15–25%10–20%
Ausgewogen35–50%30–42%25–35%20–30%
Wachstumsorientiert50–65%45–58%35–50%30–45%
Dynamisch60–75%55–68%45–60%40–55%
Beispiel: Marktampel Gelb + Profil Ausgewogen = 30–42% Aktien als Orientierung – das aktuelle Modell (34%) liegt bewusst am unteren Rand. Wähle oben dein Profil, dann erscheint hier deine Kombination.
Die wichtigste Regel: Die Marktlage darf dein Risiko nur nach unten feinjustieren – sie erhöht es nie über dein Profil hinaus. Ein vorsichtiges Profil bekommt auch bei grüner Ampel keine hohe Aktienquote; ein wachstumsorientiertes Profil flieht bei roter Ampel nicht in Cash, sondern staffelt Käufe, rebalanciert und reduziert Klumpenrisiken. Die Bandbreiten sind Orientierung – die genaue Quote hängt zusätzlich von Anlagehorizont, Reserve, Einkommen, Vorsorge, Immobilien, Steuern, Schulden und deiner Verlusttoleranz ab.
Strategisch vs. taktisch – der Unterschied in zwei Sätzen

Strategische Aufteilung: deine langfristige Grundaufteilung. Sie kommt aus deinem Risikoprofil, deinen Zielen und deinem Anlagehorizont – und ändert sich nur, wenn sich dein Leben ändert, nicht wenn die Börse wackelt.

Taktische Anpassung: die kleine Feinsteuerung an die aktuelle Marktlage – zum Beispiel etwas mehr Reserve bei gelber Ampel. Sie verändert nie deine ganze Strategie, nur die Dosierung.

Was bedeutet das für mein Geld? · Deine langfristige Grundaufteilung

Drei Beispielprofile zur Orientierung. Welches zu dir passt, hängt von deinem Anlagehorizont, deiner Reserve und deinen Nerven ab – der Selbsttest «Persönliches Risikoprofil» hilft bei der Einordnung. Zahlen jeweils in Prozent des Anlagevermögens. Wichtig: Das hier ist die langfristige, strategische Basis aus deinem Profil – die vorsichtigere taktische Umsetzung im aktuellen gelben Umfeld folgt weiter unten. Dass dort für das ausgewogene Profil 34% statt 40% Aktien stehen, ist kein Widerspruch, sondern Feinsteuerung.

BausteinVorsichtigAusgewogenWachstums-orientiert
Aktien total30%40%55%
USA~15%~20%~27%
Europa (ohne Schweiz)~3%~4%~6%
Japan~1%~2%~2%
Übrige Industrieländer (Kanada, Australien …)~2%~2%~4%
Schweiz~6%~8%~11%
Schwellenländer~3%~4%~5%
Anleihen / Geldmarkt / Cash total50%30%15%
CHF-Cash / Geldmarkt~25%~15%~8%
CHF-Obligationen (kurze Laufzeiten)~20%~12%~6%
Fremdwährungs-Obligationen (abgesichert)~5%~3%~1%
Gold / Edelmetalle total12%15%15%
Gold~7%~9%~9%
Silber~3%~4%~4%
Minen & übrige Edelmetalle (Platin …)~2%~2%~2%
Rohstoffe total8%10%8%
Energie (Öl, Gas)~3%~4%~3%
Industriemetalle (Kupfer, Aluminium)~2%~3%~2%
Agrar~2%~2%~2%
Kritische Metalle (Uran, Lithium …)~1%~1%~1%
Krypto total (optional, klein)0%0–5%0–7%
Bitcoin & Ethereum (Kern)0%0–4%0–5%
Übrige Coins – im Modell derzeit ausgesetzt0%0–1%0–2%

In Alltagssprache: «Vorsichtig» heisst: Die Hälfte bleibt sicher parkiert, Schwankungen bleiben klein – dafür wächst es langsam. «Ausgewogen» heisst: Rückschläge von 15–20% muss man aushalten können, dafür arbeitet mehr Geld. «Wachstumsorientiert» braucht über zehn Jahre Zeit und gute Nerven für Rückschläge von 25–30%.

Das ist Orientierung, keine persönliche Anlageberatung. Wichtig zu den Unterzeilen: Sie sind keine Einkaufsliste mit sechzehn Produkten – ein einziger breiter Welt-Fonds deckt USA, Europa, Japan und die übrigen Industrieländer automatisch ungefähr in diesen Verhältnissen ab, ein Rohstoffkorb die vier Rohstoffgruppen. Die Aufschlüsselung zeigt, was man damit tatsächlich besitzt – und den grössten Klumpen gleich mit: Rund 70% des Welt-Aktienblocks sind USA. Wer einen «All-World»-Fonds hält, hat zudem Schweiz und Schwellenländer bereits teilweise drin (Doppelzählung vermeiden – Rechner im Expertenbereich). Und damit die Rechnung immer auf 100% aufgeht: Wer Krypto weglässt, schlägt diesen Anteil dem Cash-/Anleihen-Polster zu (vorsichtig, ausgewogen) oder den breit gestreuten Aktien (wachstumsorientiert).

Was jetzt eher sinnvoll ist

Tun

  • Sparpläne unverändert weiterlaufen lassen
  • Rebalancing prüfen: Ist Tech/USA nach der Rally übergewichtet?
  • Klumpenrisiken sichtbar machen (USA, Tech, Schweiz, Krypto)
  • Notgroschen (3–6 Monatsausgaben) getrennt halten

Abwarten

  • Grosse Einmalkäufe – v.a. direkt vor dem US-Zinsentscheid (28./29.7.)
  • Chip-/KI-Aktien: erst die Quartalszahlen ab ~20.7. abwarten
  • Silber und Goldminen: erst Bestätigung der Wende abwarten

Vermeiden

  • Panikverkäufe bei normalen Schwankungen
  • Kredit oder Hebel für Anlagen
  • Alles auf ein Thema setzen (KI, Krypto, ein Land)
  • Die Liquiditätsreserve investieren

Die wichtigsten Marktsignale, einfach erklärt

Sieben Messwerte, auf die Profis schauen – hier übersetzt. Jeder Wert mit Ampel, Quelle und Datenstand; über die Links kannst du alles selbst nachprüfen.

SignalWas es misstWertAmpelKurz erklärtQuelle · Stand
VIXAngstbarometer für Aktien~18 · Spitze 20.7aufpassenAm Fed-Tag kurz über 20, danach zurück Richtung 18 – erhöhte, aber keine panische Absicherung.Cboe · 30.7.
MOVEStressbarometer für Anleihenknapp unter 80ruhigFrisch erhoben: Die Juli-Spitze von 80 ist wieder unterschritten, der Abwärtstrend seit dem März-Hoch (112) hält – das Fundament bleibt vergleichsweise ruhig.Yahoo · 29.7.
KreditstressZinsaufschlag riskanter Firmenkredite2.72%ruhigFirmen bekommen günstig Geld – trotz Aktien-Turbulenzen kein Stresssignal. Solange das gilt, ist eine Korrektur ein Gewitter, keine Krise. (Wert vom 7.7. – wird beim Abgleich Anfang August erneuert.)FRED · 7.7.
US-10-JahreszinsZinsdruck auf alle Anlagen4.62% · steigendangespanntÜber der roten 4.6%-Schwelle – und nach dem falkenhaften Fed-Entscheid weiter angezogen (30 Jahre über 5%). Das härteste Einzelsignal.FRED · 28.7.
Dollar & FrankenWährungsdruckDXY ~100aufpassenMit der Feuerpause lässt die Hafen-Nachfrage in den Dollar leicht nach (DXY von ~101 auf ~100). Frankenkurse werden beim Abgleich Anfang August aktualisiert.SNB · 30.7.
MarktbreiteTrägt der Markt breit – oder nur wenige Grosse?57% über 50-Tage-LinieruhigErstmals exakt gemessen statt geschätzt: 57% der 500 grössten US-Aktien liegen über ihrer 50-Tage-Linie, 59% über der 200-Tage-Linie – die Rally ist breiter getragen als gedacht. Einschränkung: Der Wert ist binnen Tagen von 72 auf 57 gefallen, und die Chip-Werte bleiben schwach.StreetStats · 30.7.
Bitcoin vs. 200-Tage-LinieRisikoappetit bei spekulativen Anlagen63'843 $ · klar darunterangespanntDer Kurs stabilisiert sich um 64'000 und in Bitcoin-Fonds fliesst die dritte Woche in Folge Geld – aber klar unter der 200-Tage-Linie (~72'000 $) bleibt das Signal per Regel angespannt.CoinGecko · 30.7.
So entsteht die Ampel oben: 3× ruhig, 2× aufpassen, 2× angespannt. Sind Angst- und Kreditbarometer ruhig, aber Zinsen oder Risikoappetit angespannt, steht die Gesamtampel auf GELB. Erst wenn der Kreditstress steigt oder die Angstbarometer springen, wird es ROT – erst wenn beides eskaliert, DUNKELROT. Die exakte Berechnung (Gewichtungen, Schwellenwerte) steht im Expertenbereich.

Trendfilter: Wo stehen die Kurse zu ihren Durchschnittslinien?

Die Signale oben messen Stress und Stimmung. Der Trendfilter misst etwas Einfacheres: Liegt ein Kurs über oder unter seinem gleitenden Durchschnitt? Die 50-Tage-Linie zeigt die kurzfristige Richtung, die 200-Tage-Linie den mittelfristigen Trend. Faustregel: über der 200-Tage-Linie = Aufwärtstrend, darunter = Abwärtstrend. Kein Kauf- oder Verkaufssignal, aber ein nüchterner Realitätscheck.

AnlageKurs50-Tage-Linie200-Tage-LinieTrendbild3 Monate
S&P 5007'438knapp darunterklar darüberAufwärtstrend intakt+3.2%
Nasdaq 10028'106klar darunterdarüberAufwärtstrend, kurzfristig angeschlagen+2.4%
Gold4'074 $darunterklar darunterAbwärtstrend−11.7%
Silber58.19 $darunterklar darunterAbwärtstrend−22.7%
Bitcoin63'843 $etwa auf Höheklar darunterAbwärtstrend, Seitwärtsband−18.3%
Wie man das liest: Die Aktienindizes stehen trotz der Turbulenzen im Aufwärtstrend – der Nasdaq hat mit dem Chip-Einbruch aber die 50-Tage-Linie deutlich verloren (−7.2% im letzten Monat). Gold, Silber und Bitcoin liegen dagegen alle unter ihrer 200-Tage-Linie: Die Stabilisierung der letzten Wochen ist eine Beruhigung innerhalb eines Abwärtstrends, keine Wende. Der Trendfilter fliesst nicht in die Ampel-Zählung ein – er ergänzt sie um die Frage, wohin sich die Kurse tatsächlich bewegen. Quelle: StreetStats · Stand 30./31. Juli 2026.

Was sich seit dem letzten Update geändert hat

Letztes Update: 21. Juli → dieses Update: 31. Juli (Volllauf). Die Ampel bleibt auf Gelb, die Zählung verschiebt sich von 2 / 4 / 1 auf 3 / 2 / 2: Der US-Zins ist über die rote Schwelle gestiegen – dafür liegt die Marktbreite erstmals als harte Zahl vor und fällt besser aus als erwartet:

Signal21. Juli31. JuliBewegung
US-10-Jahreszins4.55% · aufpassen4.62%+ · angespannt▲ verschlechtert – über die rote 4.6%-Schwelle
Bitcoin~65'000 $ · angespannt63'843 $ · angespannt→ unverändert angespannt – Seitwärtsband um 64'000, weiter klar unter der 200-Tage-Linie
VIX18.65~18 · Spitze 20.7→ unverändert aufpassen – Fed-Tag brachte den Ausschlag
MarktbreiteRotation · geschätzt57% · gemessen▼ verbessert – erstmals harter Wert, über der Grün-Schwelle (55%)
Dollar & FrankenDXY ~101DXY ~100→ unverändert aufpassen – Hafen-Nachfrage lässt leicht nach
Kreditstress2.72% · weiter eng2.72% (Stand 7.7.)→ unverändert ruhig – frischer Wert folgt Anfang August
MOVE65 (Stand 3.7.)knapp unter 80→ frisch erhoben, weiter ruhig – Juli-Spitze 80 wieder unterschritten
Neu seit dem letzten Update: Feuerpause USA–Iran mit Öl-Rückgang von fast 100 auf rund 87 Dollar, Fed-Hold mit drei Gegenstimmen für eine Erhöhung (falkenhaft – Mittwoch war der schlechteste Börsentag seit April 2025, Donnerstag folgte die Erholung), und die grossen Cloud-Konzerne bestätigen oder erhöhen ihre KI-Investitionspläne für 2026/27.

Was das Modell daraus macht

Modell-Haltung und aktuelle Lage je Baustein – die Kurzfassung aller Detail-Radare an einem Ort, in Modellsprache, keine persönliche Empfehlung:

BausteinModell-HaltungSeit letztem UpdateLage & Begründung
Aktien gesamtReduziert 34% statt 40%unverändertGelbes Umfeld: unteres Ende der Bandbreite. Fed falkenhaft (drei Stimmen für eine Erhöhung), Börsen-Breite gemischt – die Berichtssaison stützt, der Zinsdruck bremst.
davon Tech / ChipsDeutlich reduziertunverändertChip-Index ~24% unter dem Hoch (neue China-Konkurrenz). Die KI-Nachfrage lebt – alle grossen Cloud-Konzerne bestätigen oder erhöhen ihre Investitionspläne –, aber das Modell kauft nicht nach, bevor sich der Sektor beruhigt.
Cash & kurze AnleihenAufgestockt 37% statt 30%unverändertPuffer gegen Schwankungen und Reserve für bessere Einstiegsmomente – bei Zinsen über der roten Schwelle sind kurze Laufzeiten zudem ordentlich verzinst.
Gold & EdelmetalleVoll gewichtet 15%unverändertKurzfristig stabil (Gold um 4'074 $, Silber 58 $), im Trendbild aber klar geschwächt: beide notieren unter ihrer 200-Tage-Linie, Gold −11.7% und Silber −22.7% auf Sicht von drei Monaten. Das Modell hält die Position als Stabilisator und Diversifikator, nicht wegen des Momentums – ein anhaltender Abwärtstrend würde die volle Gewichtung zur Diskussion stellen.
RohstoffeLeicht reduziert 9% statt 10%unverändertÖl im Hin-und-her: 67 → 97 → ~87 $ binnen eines Monats. Die Feuerpause ist fragil – ein Whipsaw-Markt ist kein Kaufsignal, die Quote bleibt leicht reduziert.
KryptoStark reduziert max. 5%, nur BTC/ETHunverändertBitcoin pendelt seit Wochen um 64'000, Fonds verzeichnen die dritte Zufluss-Woche in Folge – aber unter 200-Tage- und 200-Wochen-Linie bleibt das Modell nicht im Nachkauf-Modus.
Kurz gesagt: Seit dem letzten Update besteht im Modell kein Handlungsbedarf – wer nach der Gelb-Aufteilung positioniert ist, bleibt es. Erst ein Ampelwechsel (Kriterien weiter unten) würde die Quoten bewegen.
So hängen die Ebenen zusammen: Diese Seite ist das führende Dokument des Systems: Die sieben Signalwerte oben und die Baustein-Lage in dieser Tabelle werden bei jedem Update frisch erhoben (aktuell 28.–31. Juli). Die Ampel-Logik, Quoten und Schwellenwerte stammen aus dem Experten-Modell (letzter Volllauf: 31. Juli); die Detail-Radare im Expertenbereich werden nur noch bei einem vollen Systemlauf nachgeführt. Da die Ampel seit dem 4. Juli durchgehend auf Gelb steht, sind die Quoten unverändert gültig. Der Bewertungskontext im nächsten Abschnitt ist eine dritte, langsame Ebene: monatliche Daten, ohne Einfluss auf die Ampel-Zählung.

Wie teuer sind die Aktienmärkte?

Die Ampel oben misst Stimmung, Stress und Trend – also das aktuelle Wetter. Die Bewertung misst etwas anderes: den Preis, den man heute für künftige Unternehmensgewinne bezahlt. Sie taugt nicht als Timing-Signal – teure Märkte können lange teuer bleiben –, aber sie erklärt, warum das Modell im gelben Umfeld lieber am unteren Rand der Bandbreiten bleibt, statt teuer nachzukaufen.

USA
96 · sehr teuer
Europa
83 · teuer
Schweiz
79 · teuer
Japan
73 · teuer
China
45 · moderat
Skala 0–100: je höher, desto teurer im historischen Vergleich. In den Wert fliessen fünf Kennzahlen ein, u.a. das Shiller-KGV (Preis im Verhältnis zu zehn Jahren inflationsbereinigter Gewinne), Kurs-Buchwert und Dividendenrendite.
Einordnung: Die Industrieländer insgesamt notieren beim Shiller-KGV um 34 – der teuerste Stand der letzten 25 Jahre. Wirklich günstig sind nur Randmärkte wie Brasilien (33) oder Hongkong (25). Hohe Bewertungen lösen keine Korrektur aus, aber sie machen Märkte verwundbarer, wenn etwas schiefgeht, und dämpfen die langfristig zu erwartenden Renditen. Genau deshalb hält das Modell im gelben Umfeld Reserven. Diese Übersicht fliesst nicht in die Ampel-Zählung ein und wird monatlich aktualisiert. Quelle: Bewertungsübersicht The Market (NZZ) · Stand: Juli 2026.

Aktuelle taktische Anpassung bei Marktampel GELB (ausgewogenes Profil)

Vorab das Wichtigste: Deine persönliche Aufteilung hängt von Anlagehorizont, Risikofähigkeit, Einkommen, Vorsorgesituation, Steuern und Liquiditätsbedarf ab. Die folgende Aufteilung ist ein Modellwert für das aktuelle gelbe Umfeld – etwas vorsichtiger als in normalen Zeiten. Zur Einordnung: 40% Aktien ist das langfristige Profilmodell, 34% die aktuell vorsichtigere Umsetzung – die Marktampel justiert die Dosierung, nicht die Strategie.

Aktien 34% (USA ~17 · Europa ~3 · Japan ~2 · übrige Welt ~2 · Schweiz ~7 · Schwellenländer ~3) Anleihen/Geldmarkt/Cash 37% Edelmetalle 15% (Gold ~9 · Silber ~4 · Minen/übrige ~2) Rohstoffe 9% (Energie ~3 · Industriemetalle ~3 · Agrar ~2 · kritische Metalle ~1) Krypto max. 5% (optional)

Warum diese Aufteilung?

Erstens: Die Aktienquote liegt etwas unter normal, weil der Tech-Sektor überhitzt ist und die Zinsfrage offen bleibt. Zweitens: Das Cash-Polster ist bewusst gross – es reduziert Schwankungen und hält Reserve für bessere Einstiegsmomente bereit, auch wenn Cash langfristig Kaufkraft verlieren kann. Drittens: Gold bleibt als Beimischung voll gewichtet, weil es das Depot in Stressphasen stabilisieren kann – es ersetzt aber keine breit gestreute Aktien- und Anleihenstruktur. Viertens: Rohstoffe profitieren von China und der Elektrifizierung, ohne am Tech-Hype zu hängen. Fünftens: Krypto bleibt klein, weil schon 5% davon rund einen Viertel des gesamten Depot-Risikos ausmachen können.

Orientierung, keine persönliche Anlageberatung. Für Details: Selbsttest «Persönliches Risikoprofil» und der Expertenbereich mit allen Radaren.

Was sich ändern müsste, damit die Ampel umspringt

Richtung GRÜN («Ruhig»)

  • Der US-10-Jahreszins fällt klar unter die 4.6%-Schwelle zurück
  • Die Feuerpause hält und der Ölpreis beruhigt sich weiter
  • Die Chip-Aktien stabilisieren sich und die Berichtssaison bleibt stark

Richtung ROT («Risiko senken»)

  • Firmen müssen deutlich mehr für Kredit zahlen (Spreads über 3.5%)
  • Das Angstbarometer VIX springt über 25
  • Der US-Zins klettert weiter Richtung 4.8–5% oder die Notenbank erhöht im September tatsächlich

Der wichtigste Termin des Monats ist vorbei: Die US-Notenbank hielt am 29. Juli still (3.50–3.75%) – aber mit drei Gegenstimmen für eine Erhöhung, dem deutlichsten Falken-Signal seit 2016. Die nächsten Wegmarken: der US-Arbeitsmarktbericht Anfang August, die Inflationszahlen Mitte August und der nächste Zinsentscheid Mitte September. Dazwischen entscheidet, ob die Feuerpause im Nahen Osten hält.

Datenquellen – hier kannst du alles selbst prüfen

Alle Quellen aktualisieren sich laufend oder regelmässig:

Angstbarometer VIXcboe.com · historische Daten
Anleihen-Stress MOVEfinance.yahoo.com
Kreditstress (High-Yield-OAS)fred.stlouisfed.org
US-10-Jahreszinsfred.stlouisfed.org
Dollar-Index DXYtradingview.com
USD/CHF und EUR/CHFsnb.ch
S&P 500 / Nasdaq 100S&P 500 · Nasdaq 100
Bitcoincoingecko.com
Goldtradingview.com
MSCI-Indizes (Welt, ACWI, ACWI IMI)World · ACWI · ACWI IMI
Für Fortgeschrittene: das komplette Radar-System

Diese Seite ist die zentrale Übersicht – hier steht immer der aktuellste Stand. Dahinter arbeitet ein mehrstufiges Modell: Persönliches Risikoprofil → Marktrisiko-Radar (bestimmt die Ampel) → Regionen- & Home-Bias-Radar → Sektor-Radare (Tech, Edelmetalle, Rohstoffe, Krypto) → Anleihen-Radar. Die Detail-Radare im Expertenbereich dokumentieren Instrumente, Schwellenwerte und Gewichtungen; sie werden nur bei vollen Systemläufen nachgeführt und können daher einen älteren Datenstand tragen – massgeblich ist diese Seite.

Für Eilige

Die Marktlage steht auf GELB: angespannt, aber nicht gefährlich. Das grösste Risiko ist jetzt der Zinsdruck – der US-10-Jahreszins liegt über der roten 4.6%-Schwelle, und die Notenbank hielt nur mit drei Gegenstimmen für eine Erhöhung still. Der Chip-Sektor bleibt im Bärenmarkt. Positiv sind die Feuerpause zwischen USA und Iran (Öl von fast 100 auf rund 87 Dollar zurück), die weiter ruhigen Kreditmärkte, die starken Zahlen der grossen Tech-Firmen und eine breiter getragene Börse, als die Schlagzeilen vermuten lassen (57% der grossen US-Aktien über ihrer 50-Tage-Linie). Im aktuellen gelben Umfeld liegt das Modell für ein ausgewogenes Profil eher defensiv: rund 34% Aktien (breit gestreut, davon rund ein Fünftel Schweiz), 37% Cash und Anleihen, 15% Gold, 9% Rohstoffe und höchstens 5% Krypto – langfristig darf die Aktienquote höher liegen, wenn Horizont und Risikofähigkeit passen. Die nächsten wichtigen Datenpunkte sind der US-Arbeitsmarktbericht Anfang August und die Inflationszahlen Mitte August.

Dieses Cockpit ist Orientierung und Finanzbildung, keine persönliche Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Alle Werte sind Modellwerte mit Quellenangabe und Datenstand; die persönliche Umsetzung gehört in ein Gespräch mit einer Fachperson. © Dominique Rychner · Signalwerte: 28.–31. Juli 2026 · Volllauf: 31. Juli 2026.

Regionen- & Home-Bias-Radar · Juli 2026
Strategische Ebene · zwischen Marktrisiko und Sektor-Radaren · Stand 30.6./4.7.2026

Regionen- & Home-Bias-Radar

Schweiz und Schwellenländer sind keine Sektoren, sondern die geografische Struktur deines Aktienkerns. Dieser Radar steuert sie strategisch: Zielbänder statt Trading-Signale, Jahres- statt Wochenrhythmus. Die Sektor-Radare (Tech, Edelmetall, Rohstoff, Krypto) bleiben taktische Satelliten obendrauf.

Strategische Aktienstruktur · die Zielbänder

Anteile jeweils am Aktienanteil des Portfolios, nicht am Gesamtvermögen.

BlockZielbandNeutralStatusRolle
Schweiz (SPI-breit)15–25%20% Home-Bias kontrollieren CHF-naher Qualitäts- und Dividendenkern
Welt ex Schweiz (Industrieländer)60–75%70% Kern Träger der Rendite; deckt Tech/AI-Lücke des CH-Marktes
Schwellenländer (EM IMI)8–12%10% NEUTRAL (EM-Radar unten) Bewertungs- und Wachstumsbaustein, kein blinder Hebel
Satelliten (Sektor-Radare)0–15%5% nur mit Marktrisiko-Freigabe Tech/Edelmetall/Rohstoff/Krypto – aktuell Regime GELB: halbe Grösse
Beispielstrukturen (Index-Ebene, keine Produktempfehlung): Einfach: 80% All-World + 20% SPI (ergibt effektiv ~21–22% Schweiz, ~8–9% EM). Präziser: 70% MSCI World + 20% SPI + 10% EM IMI. Aktiv: 65% Welt + 20% Schweiz + 10% EM + 5% Satelliten nach Radar-Freigabe.

Effektiv-Exposure-Rechner · Doppelerfassung vermeiden

All-World-Produkte enthalten Schweiz (~2%) und Schwellenländer (~10–11%) bereits. Trage deine Aktien-Bausteine ein – der Rechner zeigt die effektiven Quoten gegen die Zielbänder.

BausteinAnteil am AktienportfolioEnthält (Annahmen)
All-World / ACWI %~2.2% Schweiz · ~10.5% EM
MSCI World (nur Industrieländer) %~3.0% Schweiz · 0% EM
Schweiz (SPI/SMI) %100% Schweiz
Schwellenländer (EM) %100% EM
Effektive Schweiz-Quote
Effektive EM-Quote

Home-Bias-Ampel Schweiz

KennzahlGrünGelbRotAktuell
CH-Anteil am Aktienportfolio15–25%25–35%>35%aus Rechner oben
Top-3-Konzentration (Roche, Novartis, Nestlé im MSCI CH)<35%35–45%>45%40.8%
Bewertung MSCI Switzerland (Fwd-KGV)<1616–20>2018.59
CHF-Trend (USD/CHF)CHF stabil/starkneutralCHF schwach0.8046 · CHF ~4.8% schwächer
Tech-/AI-Lücke des CH-Marktesüber Welt-Kern kompensiertteilweisenicht kompensiertkompensiert bei Welt ≥ 60%
Home-Bias-Regel Schweiz: Schweizer Aktien sind als CHF-naher Qualitäts- und Dividendenbaustein sinnvoll – der Zielbereich liegt je nach Profil bei 15–25% des Aktienanteils. Über 30% wird der Home-Bias bewusst, über 35% setzt das Modell die Schweiz-Neuquote auf 0, bis Rebalancing oder Auslandskäufe die Quote zurück ins Band bringen. Unter 10% bei CHF-Lebensmittelpunkt: Schweizer Beimischung prüfen. Wichtig: Mit zu viel Schweiz kauft man viel Pharma, Nahrung und Finanz – aber kaum Software, AI, Cloud oder Halbleiter; diese Lücke muss der Welt-Kern schliessen.

US-Dominanz im Welt-Kern

«Welt ex Schweiz» klingt diversifiziert, ist aber überwiegend USA – der Tech-Radar steuert nur den Satelliten, während der globale Kern bereits viel US-Tech enthält.

KennzahlGrössenordnungStatusLesart
US-Anteil am Welt-Kern~70% (MSCI World) · ~62% (All-World) gelbStrukturelles Konzentrationsrisiko jedes Weltportfolios – beim nächsten Update via MSCI-Factsheet präzisieren.
Mega-Cap-/AI-KlumpenTop-Titel ~30%+ des US-Marktes gelbBewertungs- und AI-Klumpen im Kern – dieselben Titel, die der Tech-Radar als Satellit misst.
Tech-Doppelerfassung Core + SatellitKern enthält bereits US-Tech gelbEin Tech-Satellit obendrauf erhöht die effektive Tech-Quote über das Sichtbare hinaus – Satelliten-Band 0–15% deshalb strikt einhalten.
USD-Umsatzexposurewirtschaftlich > Domizil gelbMassgeblich ist die Umsatz-/Währungsabhängigkeit, nicht die Fondswährung – Warnstufen in der Schweiz-Linse des Cockpits (<50/50–70/>70%).
USA vs. Welt ex USA · relative Stärken.v. fehltPflichtdatenpunkt fürs nächste Update – ohne ihn keine taktische Aussage zur US-Quote.

EM-Radar · taktische Ampel für die Schwellenländer-Quote

Score bestimmt das erlaubte Quotenband: ROT 0–5% · GELB 5–8% · NEUTRAL 8–12% · GRÜN 12–15%. Overweight über 12% nur bei grünem EM-Radar UND Marktrisiko mindestens GELB.

Drei Untertreiber, damit Risiko nicht doppelt zählt: AI-Lieferkette Taiwan/Korea (30.9% des Index – faktisch Semi-Risiko, Tech-Radar gilt sinngemäss mit) · China-Block (Konjunktur trägt, Struktur-Risiken bleiben) · EM ex China (Indien/LatAm/Golf – die eigentliche Diversifikationsquelle).
EM-Radar-Score
Schwellenländer-Regel: Emerging Markets sind Teil des globalen Aktienkerns, kein blinder Wachstumshebel. Neutralgewicht 8–12% des Aktienanteils. Ein Overweight bis 15% ist nur erlaubt, wenn EM relativ zum Weltmarkt steigt, der Dollar nicht stark aufwertet, die Gewinnrevisionen positiv sind und der Marktrisiko-Radar mindestens GELB zeigt. Und: Wer ein All-World-Produkt hält, besitzt bereits ~10% EM – zusätzliche EM-Käufe sind dann ein bewusstes Overweight, kein «Nachholen».

Quellen: MSCI Factsheets per 30.6.2026 (MSCI Switzerland: 40 Titel, Fwd-KGV 18.59, Top-3 40.8%; MSCI EM: 1'178 Titel, Fwd-KGV 11.65, TSMC/Samsung/SK Hynix 30.9%, max. Drawdown 65.25% [2007–08]; MSCI ACWI IMI: Fwd-KGV 17.65; EM-Gewicht im ACWI ~11%), SIX (SMI: 20 Titel, ~75% der CH-Marktkapitalisierung), SNB (USD/CHF 0.8046, 2.7.2026), RatingDog/Caixin (China-PMI 51.7). Annahmen Effektiv-Rechner: All-World ~2.2% CH / ~10.5% EM; MSCI World ~3.0% CH.

Strategische Ebene: Update quartalsweise oder bei Rebalancing genügt – dieser Radar ist bewusst träger als die Sektor-Radare. Informations-Cockpit, keine Anlageberatung und keine Produktempfehlung; Indexnennungen sind illustrativ. Anlageentscheide gehören zu deiner eigenen Verantwortung.

Radar-Cockpit · Gesamtübersicht
Gesamtübersicht v2 · Stand

Radar-Cockpit

Hierarchie: Der Marktrisiko-Radar bestimmt das Regime und deckelt die Signale der vier Sektor-Radare. Das Gesamtbarometer ist gewichtet (Marktrisiko 35%, Tech 25%, Edelmetalle 15%, Rohstoffe 15%, Krypto 10%) – ein Krypto-Signal zählt nicht mehr gleich viel wie ein Kreditstress-Signal. Neu dazwischen: der Regionen- & Home-Bias-Radar als strategische Ebene des Aktienkerns (Schweiz 15–25%, Schwellenländer 8–12% des Aktienanteils). Die volle Hierarchie: Persönliches Risikoprofil → Marktrisiko → Regionen → Sektoren → Handlungsrahmen.

Leitstand

Die fünf Steuergrössen einer Periode auf einen Blick.

Handlungsrahmen · Was jetzt gilt

Übersetzung der Signale in konkrete Regeln dieser Periode (Beobachtungslogik, keine Anlageberatung).

RadarAmpelRegel dieser Periode
MarktrisikoGELBOffensive Modell-Tilts werden mit 50% Signalstärke berücksichtigt; die Liquiditäts-/Kurzläufer-Modellquote wird nicht reduziert.
TechROTDas Modell gibt kein neues Semi-/AI-Exposure frei (No-Buy-Regel ausgelöst); Status Watchlist bis zur Q2-Berichtssaison.
EdelmetallGELBGold bleibt im Modell als Absicherungsbaustein freigegeben; Silber-/Minen-Tilts erst bei erfüllten Regel-Triggern (Ratio-Dreh).
RohstoffGELBDas Modell wertet positive Segmente ohne Lager-/Terminkurvendaten als neutral; Energie und kritische Metalle auf Beobachtung.
KryptoGELBKrypto-Core ist im Modell nur als kleiner Satellitenbaustein freigegeben; Beta-Signale sind auf neutral gekappt (Gate).
Anleihen/LiquiditätGELBDas Modell parkiert die erhöhte Liquidität in CHF-Cash und Kurzläufern; Duration kurz bis mittel, HY-Spreads bieten wenig Risikopuffer (Details im Anleihen-Radar).

Strategische Aktienstruktur · der Core

Geografische Struktur innerhalb der Aktienquote – strategische Ebene, Update quartalsweise oder beim Rebalancing. Zielbänder, Home-Bias-Ampel und Effektiv-Exposure-Rechner im Regionen- & Home-Bias-Radar.

BlockZiel (am Aktienanteil)MaxStatusAm Gesamtportfolio*
Schweiz (SPI-breit)15–25% · neutral 20%35% Home-Bias kontrollieren · Fwd-KGV 18.6, Top-3 41%~7 Pp
Welt ex Schweiz (Industrieländer)60–75% · neutral 70% Kern – deckt die Tech-/AI-Lücke des CH-Marktes~24 Pp
Schwellenländer (EM IMI)8–12% · neutral 10%15% EM-Radar NEUTRAL: kein Overweight (AI-Konzentration 31%, Dollar fest)~3 Pp
Satelliten (Sektor-Radare)0–15% · neutral 5%15% nur mit Marktrisiko-Freigabe – aktuell GELB: halbe Grösse
*bei der aktuellen Modell-Aktienquote von 34%. Die Modell-Aktienquote ist ein schematischer Regimewert, keine persönliche Zielallokation – die persönliche Quote hängt von Risikoprofil, Anlagehorizont, Liquidität, Vorsorge, Steuern und Vermögensstruktur ab. Wichtig gegen Doppelerfassung: All-World-Produkte enthalten bereits ~2% Schweiz und ~10.5% Schwellenländer – massgeblich sind die effektiven Quoten (Rechner im Regionen-Radar). USD-Exposure: siehe Schweiz-Linse (~55–60%, Warnschwelle >70%).

Die Radare

Marktrisiko zuoberst als übergeordnete Instanz, darunter die vier Sektor-Radare mit ihrem Gewicht im Gesamtbarometer.

Gesamtbarometer

Gewichteter Durchschnitt der normierten Radar-Scores.

Modell-Allokation mit Risikodeckel

Basis: neutrale Quoten, verschoben durch die Sektor-Scores. Neu: Das Marktrisiko-Regime deckelt offensive Verschiebungen – bei GELB werden positive Tilts auf Aktien und Krypto halbiert, bei ROT gestrichen, bei DUNKELROT wird zusätzlich aktiv Richtung Liquidität und Gold verschoben.

Zwei Ebenen: Diese Tabelle steuert die Anlageklassen (Ebene 1). Innerhalb der Aktienquote von aktuell 34% gilt die strategische Regionenstruktur (Ebene 2): ~20% Schweiz, ~70% Welt, ~10% Schwellenländer des Aktienanteils – also rund 7 / 24 / 3 Punkte des Gesamtportfolios. Die Sektor-Radare bewegen Satelliten, nicht den Core.
Wichtig: Dies ist eine mechanische Modellrechnung aus den Radar-Scores – keine Anlageberatung und keine persönliche Empfehlung. Die für dich richtige Aufteilung hängt von Anlagehorizont, Risikofähigkeit, Einkommenssituation, Vorsorge und Steuern ab (siehe Risikoprofil-Selbsttest). Besprich grössere Umschichtungen mit einer Fachperson.

Schweiz-Linse (CHF)

Tech, Krypto, Gold und Rohstoffe sind faktisch Dollar-Anlagen – das CHF-Ergebnis hängt am Wechselkurs.

GrösseStand (SNB, 2.7.)Lesart
USD/CHF0.8046Franken rund 4.8% schwächer als vor dem Nahost-Konflikt – ein Friedensabschluss dürfte den Franken stärken und USD-Erträge in CHF schmälern.
EUR/CHF0.9187Dauerhaft unter Parität; Zinsdifferenz zum Euro ~2.25 Pp – Europa-Exposure kostet Absicherung.
CHF-Cash0.00%SNB-Leitzins 0%, SARON −0.04%, 10y Eidgenosse 0.36% – die erhöhte Liquiditätsquote kostet nominal fast nichts, schützt aber.
USD-Klumpen~55–60%Warnstufen: <50% grün · 50–70% gelb · >70% rot – aktuell GELB. Massgeblich ist die wirtschaftliche Währungsabhängigkeit (Umsätze), nicht das Fondsdomizil; die Absicherungsfrage gehört vor jede grössere Position.

Event-Kalender · nächste Prüfpunkte

TerminEventRelevant für
~14.7.US-CPI JuniZinsen, Tech, Gold
Mitte JuliFortsetzung US-Iran-GesprächeEnergie, Gold, Risikoprämien
18.7.GENIUS-Act-UmsetzungsregelnKrypto, Stablecoins, COIN/CRCL
ab ~20.7.Q2-Berichtssaison Big Tech / SemisTech-Ampel (Gewinnrevisionen!)
28./29.7.FOMC-ZinsentscheidAlle Radare – wichtigster Einzeltermin
Anfang Aug.OPEC+-Sitzung · US-Arbeitsmarkt · China-PMIEnergie, Zinsen, Industriemetalle
48-Stunden-Regel: Steht ein Haupttermin unmittelbar bevor, keine neuen Positionen davor eröffnen – erst das Ereignis den Datenstand setzen lassen.

Verlauf

Jede Aktualisierung wird als neue Periode angefügt – Pfeile zeigen die Veränderung zur Vorperiode.

Methodenwechsel: Am 4.7.2026 wurde die Architektur auf v2 umgestellt (gewichtete Subscores, Regime-Deckel, Skala ±100 bei den Sektor-Radaren, harte Neutral-Wertung bei fehlenden Pflichtdaten). Frühere Werte sind nicht direkt vergleichbar – die v2-Erstmessung ist die neue Baseline.

Datengrundlage: Marktrisiko-Radar plus die vier Sektor-Radare (tech_radar, edelmetall_radar, rohstoff_radar, krypto_radar) mit Quellen und Datenständen vom 1.–4. Juli 2026. Architektur v2 vom 4.7.2026: gewichtetes Barometer, Regime-Deckel, Leitstand.

Empfohlene Update-Frequenz: Marktrisiko und Krypto täglich, Tech 2–3× pro Woche, Edelmetalle und Rohstoffe wöchentlich, Risikoprofil nur bei Lebensänderung.

Informations-Cockpit, keine Anlageberatung. Anlageentscheide gehören zu deiner eigenen Verantwortung.

Edelmetall-Radar v2 · Juli 2026
Architektur v2 · Datenstand

Edelmetall-Radar

Drei getrennte Subscores statt eines Einheitstopfs: Gold (defensiver Kern, Realzins- und Zentralbank-Asset, 60%), Silber (zyklischer Hebel mit Industrie-Anteil, 25%) und Minen (Aktien mit operativem Hebel – keine Edelmetalle, 15%). Silber und Minen dürfen nicht mehr im Gold-Score verschwimmen, denn sie folgen anderen Gesetzen.

Gesamtscore = Gold 60% + Silber 25% + Minen 15%, je Subscore normiert auf −100…+100. Ticks auf dem Bogen = Subscore-Positionen.
Ampel-Regeln (aus dem Umbau übernommen): Gold darf strategisch GRÜN sein. Silber darf nur GRÜN zeigen, wenn der Goldtrend positiv ist und die Gold/Silber-Ratio fällt – beides ist aktuell nicht erfüllt. Minen dürfen nur GRÜN zeigen, wenn sie relativ zu Gold steigen (GDX/Gold-Ratio aufwärts) – aktuell fallen sie nur weniger als Gold, die Ratio steigt noch nicht: Der positive Minen-Subscore ist deshalb auf GELB gedeckelt. Die drei Makro-Pflichtfelder – Realzins/Fed, Zentralbankkäufe und ETF-Flows – sind als Instrumente 2, 4 und 6 fest im Gold-Block verankert und fliessen in jeden Score ein.

Quellen:

Methodik-Hinweis: v2 (Subscores, 4.7.2026) ersetzt die 13 gleichgewichteten Instrumente aus v1. Der Scorewert ist nicht direkt mit der v1-Erstmessung (−2 von ±13) vergleichbar.

Informations-Cockpit, keine Anlageberatung. Anlageentscheide gehören zu deiner eigenen Verantwortung – im Zweifel mit einer Fachperson besprechen.

Rohstoff-Radar v2 · Juli 2026
Architektur v2 · Datenstand

Rohstoff-Radar

Vier getrennte Segmente statt eines Einheitstopfs: Energie (35%), Industriemetalle (30%), Agrar (20%) und kritische Metalle (15%). Öl kann wegen Geopolitik fallen, während Kupfer wegen China steigt – ein gemischter Score würde daraus ein falsches «neutral» machen. Die Segmentierung zeigt die Divergenz.

Gesamtscore = Energie 35% + Industriemetalle 30% + Agrar 20% + kritische Metalle 15%, je Segment normiert auf −100…+100. Ticks = Segment-Positionen.
Ampel-Regel (aus dem Umbau übernommen): Ein Rohstoff-Segment darf nur GRÜN zeigen, wenn mindestens zwei von drei Bedingungen erfüllt sind: Trend positiv, Lager fallen, Terminkurve günstig (Backwardation). Reines Preis-Momentum reicht nicht – für investierbare Produkte sind Rollrenditen oft entscheidender als der Spotpreis. Verschärfung nach Review: Fehlende Lager- oder Terminkurvendaten machen ein grünes Signal unmöglich – der positive Industriemetalle-Subscore wird für den Gesamtscore automatisch als neutral (0) gewertet, nicht nur gedeckelt, bis das nächste Update die Pflichtdaten (LME-/COMEX-Lager, EIA-Daten, Futures-Kurven) liefert.

Quellen:

Methodik-Hinweis: v2 (Segmente, 4.7.2026) ersetzt die 13 gleichgewichteten Instrumente aus v1. Der Scorewert ist nicht direkt mit der v1-Erstmessung (−1 von ±13) vergleichbar.

Informations-Cockpit, keine Anlageberatung. Anlageentscheide gehören zu deiner eigenen Verantwortung – im Zweifel mit einer Fachperson besprechen.

Tech-Radar v2 · Juli 2026
Architektur v2 · Datenstand

Tech-Radar

Zwei gleichgewichtete Subscores statt eines Einheitstopfs: AI / Semiconductors (50%) misst das Epizentrum des Booms, Plattform / Software / Nasdaq (50%) den breiten Tech-Komplex. Makro-Instrumente (ISM, Arbeitsmarkt, VIX, Bitcoin) sind bewusst in den übergeordneten Marktrisiko-Radar gewandert – dieser Radar misst Tech pur.

Gesamtscore = AI/Semis 50% + Plattform/Software 50%, je Subscore normiert auf −100…+100. Ticks auf dem Bogen = Subscore-Positionen.
Ampel-Regel (aus dem Umbau übernommen): Der Tech-Radar darf insgesamt nur GRÜN zeigen, wenn Trend, Gewinnrevisionen und relative Stärke gleichzeitig positiv sind. Ist nur das Momentum positiv, während Bewertung und Marktbreite schwach sind, gilt maximal GELB. Aktuell ist nicht einmal das Momentum intakt (SOX −10% in einer Woche) – die Bedingung ist klar nicht erfüllt. No-Buy-Regel Semis: Das Modell gibt kein neues Semiconductor-/AI-Infrastruktur-Exposure frei, wenn der SOX in fünf Handelstagen mehr als 7% verliert und gleichzeitig SOXX/QQQ unter dem 50-Tage-Trend liegt – aktuell ausgelöst.
Top-Treiber dieser Periode · Negativ: 1. SOXX/QQQ-Führungsbruch (Semis fallen 3× schneller) · 2. KI-Capex-Sättigungssignal (Meta verkauft Überkapazität) · 3. Bewertungsaufschlag vs. S&P 500 bei Fed-Hike-Risiko. Positiv: 1. Nasdaq-Haupttrend intakt · 2. Q2-Gewinnrevisionen als möglicher Katalysator (ab ~20.7.) · 3. Rechenzentrums-Nachfrage physisch real.

Quellen:

Methodik-Hinweis: v2 (Subscores, 4.7.2026) ersetzt die 13 gleichgewichteten Instrumente aus v1. Der Scorewert ist nicht direkt mit der v1-Erstmessung (−4 von ±13) vergleichbar – v1 enthielt stützende Makro-Instrumente, die jetzt im Marktrisiko-Radar leben.

Informations-Cockpit, keine Anlageberatung. Anlageentscheide gehören zu deiner eigenen Verantwortung – im Zweifel mit einer Fachperson besprechen.

Krypto-Radar v2 · Juli 2026
Architektur v2 · Datenstand

Krypto-Radar

Drei gewichtete Subscores statt eines Einheitstopfs: Core (BTC, ETH und die Liquiditätsbasis, 50%) ist das Hauptsignal, Beta (Altcoin-Satelliten, 30%) der Hebel, Equities (Krypto-Aktien und Miner, 20%) das Aktienrisiko. Ein NEAR-Signal bewegt den Radar damit nur noch einen Bruchteil dessen, was ein Bitcoin-Signal bewegt.

Gesamtscore = Core 50% + Beta 30% + Equities 20%, je Subscore normiert auf −100…+100. Ticks auf dem Bogen = Subscore-Positionen.
Ampel-Regeln (aus dem Umbau übernommen): Der Krypto-Radar darf insgesamt nur GRÜN zeigen, wenn BTC über dem 200-Tage-Trend liegt, die ETF- und Stablecoin-Liquidität positiv ist und das Funding nicht überhitzt. Altcoins (Beta) dürfen nur GRÜN zeigen, wenn BTC stabil ist und die ETH/BTC-Ratio oder die Altcoin-Breite dreht. Aktuell sind beide Bedingungen nicht erfüllt – der Radar ist unabhängig vom Scorewert auf maximal GELB begrenzt. Hartes Beta-Gate: Solange der Core-Subscore nicht GRÜN ist, wird ein positiver Beta-Subscore für den Gesamtscore automatisch auf neutral gekappt – Beta-Titel laufen dann im Modell als reine Beobachtungsliste ohne aktives Gewicht.

Quellen:

Methodik-Hinweis: v2 (Subscores, 4.7.2026) ersetzt die Gleichgewichtung der 16 Instrumente aus v1. Der Scorewert ist dadurch nicht direkt mit der v1-Erstmessung (−2 von ±16) vergleichbar.

Informations-Cockpit, keine Anlageberatung. Anlageentscheide gehören zu deiner eigenen Verantwortung – im Zweifel mit einer Fachperson besprechen.

Anleihen- & Kurzläufer-Radar · Juli 2026
Defensiver Baustein · Datenstand 1.–4. Juli 2026

Anleihen- & Kurzläufer-Radar

Der Radar für die defensive Seite des Modells: Wohin parkiert die erhöhte Liquiditätsquote, welche Duration verträgt das Regime, und lohnen Kreditrisiken die mageren Aufschläge? Kernbotschaft für CHF-Sicht: Die Währungsfrage ist wichtiger als die Renditedifferenz – abgesichert bleibt von hohen Fremdwährungs-Renditen ungefähr die CHF-Rendite übrig, weil die Hedge-Kosten der Zinsdifferenz entsprechen.

Score über 7 Instrumente (Warnsignal −1 · Beobachten 0 · Einstiegsfenster +1). Der Radar steuert keine Aktienquote, sondern die Struktur des defensiven Blocks.

Ausweich-Matrix · wohin das Modell je Regime parkiert

MarktregimeDefensive Modellstruktur
GRÜNLiquiditäts-Modellquote sinkt Richtung Neutralwert (30%); Basis in CHF-Kurzläufern, Duration neutral.
▶ GELB (aktuell)Die erhöhte Liquiditätsquote (Modell: 37%) wird in CHF-Cash und Kurzläufern gehalten; Duration kurz bis mittel; High-Yield bleibt im Modell ohne Gewicht (Spreads bieten keinen Puffer).
ROTLiquiditäts-/Kurzläufer-Modellquote wird aktiv erhöht, ergänzt um Gold; Kreditrisiken werden abgebaut.
DUNKELROTKapitalschutz-Modus: CHF-Cash, kurzlaufende Eidgenossen und Gold bilden den Kern; alles andere ist ausgesetzt.
Duration-Regel: Solange der Markt eine Fed-Zinserhöhung einpreist (Entscheid 28./29.7.), bleibt die Modell-Duration kurz bis mittel. Erst eine Fed-Entwarnung plus 10y-Rendite unter 4.2% gibt längere Duration im Modell frei – dann wird aus dem Parkplatz ein Renditebaustein mit Kursgewinn-Hebel.

Die 7 Instrumente

Quellen:

Empfohlene Update-Frequenz: wöchentlich, vor und nach Notenbank-Terminen öfter.

Informations-Cockpit, keine Anlageberatung. Alle Angaben beschreiben den Modellstatus, keine persönlichen Handlungsanweisungen. Anlageentscheide gehören zu deiner eigenen Verantwortung – im Zweifel mit einer Fachperson besprechen.