Toxische Beziehungen: Warum du immer wieder reingerätst
Kennst du das Gefühl, immer wieder in die gleichen ungesunden Beziehungsmuster zu geraten? Du triffst immer wieder auf Partner, die dir nicht gut tun – und fragst dich, warum das so ist?
Dieses Phänomen ist kein Zufall. Oft sind es tief verwurzelte Verhaltensmuster und Bindungstypen, die uns in diese Situationen führen.
Die Wurzeln unserer Beziehungsmuster
Unsere Beziehungsmuster entstehen in der frühen Kindheit. Die Art und Weise, wie wir als Kinder mit unseren primären Bezugspersonen interagieren, prägt unsere Erwartungen und Verhaltensweisen in späteren Beziehungen.
In der Psychologie sprechen wir von vier Bindungstypen:
Sichere Bindung: Das Kind fühlt sich geliebt und unterstützt. Es entwickelt ein gesundes Selbstwertgefühl und lernt, dass seine Bedürfnisse wichtig sind.
Unsicher-vermeidende Bindung: Das Kind erlebt, dass seine Bedürfnisse nicht zuverlässig erfüllt werden. Es lernt, unabhängig zu sein – und vermeidet es, seine Bedürfnisse offen zu zeigen.
Unsicher-ambivalente Bindung: Das Kind erlebt inkonsistente Reaktionen der Eltern. Es klammert und stösst gleichzeitig ab.
Desorganisierte Bindung: Das Kind hat Missbrauch oder Vernachlässigung erfahren. Es hat Angst vor Nähe, sehnt sich aber gleichzeitig danach.
Warum wiederholen wir diese Muster?
Unsere Bindungserfahrungen prägen unsere Schemata – tief verankerte Überzeugungen und Verhaltensmuster. Im Schema-Coaching wird davon ausgegangen, dass wir diese Schemata unbewusst immer wieder aktivieren.
Wenn du beispielsweise eine unsicher-vermeidende Bindung hast, wählst du möglicherweise Partner, die ebenfalls emotional distanziert sind – was dein bestehendes Schema bestätigt.
Wie durchbrechen wir den Kreislauf?
Der erste Schritt ist Selbsterkenntnis. Systemisches Coaching und Schema-Coaching bieten effektive Werkzeuge, um unbewusste Muster zu erkennen und zu verändern.
1. Selbstreflexion: Welche Muster erkennst du in deinen vergangenen Beziehungen? Welche Gefühle treten immer wieder auf? Durch das Erkennen dieser Muster kannst du beginnen, sie zu verstehen – und zu verändern.
2. Schema-Coaching: Im Schema-Coaching werden die zugrunde liegenden frühen Erfahrungen identifiziert und bearbeitet. Gemeinsam entwickeln wir neue, gesündere Verhaltensweisen.
3. Veränderung der Bindungsstile: Lerne, deine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und ernst zu nehmen. Übe offene Kommunikation. Baue Vertrauen auf – das erfordert Geduld und Konsequenz.
4. Systemisches Coaching: Systemisches Coaching betrachtet nicht nur dich, sondern auch dein Umfeld und deine Beziehungen. Es hilft dir, die Dynamiken in deinem sozialen Netzwerk zu verstehen und alternative Handlungsweisen auszuprobieren.
Immer wieder in dysfunktionale Beziehungen zu geraten ist kein Schicksal – sondern das Ergebnis tief verankerter Muster. Die gute Nachricht: Du kannst diese Muster durchbrechen. Es erfordert Zeit, Geduld und den Willen, an dir selbst zu arbeiten. Aber es lohnt sich.
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Dominique Rychner ist systemischer Coach und Aufsteller in Zürich.
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