Selbstfürsorge: Was sie wirklich bedeutet
Hast du in den letzten Wochen ausreichend geschlafen? Hast du dir regelmässig etwas Gutes getan? Hast du konsequent «Nein» gesagt, wenn du «Nein» sagen wolltest?
Falls du alle Fragen mit «Ja» beantwortet hast, ist Selbstfürsorge kein Fremdwort für dich. Herzlichen Glückwunsch. Falls nicht – dann zeige ich dir in diesem Beitrag, wie du deine Selbstfürsorge verbessern kannst.
Was ist Selbstfürsorge?
Selbstfürsorge umfasst mehr als Bäder und Yoga. Sie bedeutet:
- Ausreichende Selbstbestimmung im beruflichen Alltag
- Eigene Freiräume schaffen und erhalten
- Eigene Leistungsgrenzen erkennen und einhalten
- Möglichkeiten zur Stressregulation
- Realistische Erwartungshaltung an die eigene Leistungsfähigkeit
- Sensibilität für körperliche und mentale Prozesse
- Eigene Grundbedürfnisse wahrnehmen und befriedigen
Befriedigung der Grundbedürfnisse
Grundbedürfnisse halten deinen Körper und deine Psyche in Schwung. Befriedigst du sie nicht, beeinträchtigt das früher oder später deine Ausdauer, Konzentration und Leistungsfähigkeit. Die Belastungsgrenze sinkt – du ärgerst dich immer häufiger über immer kleinere Dinge.
Neigst du dazu, dich nach einem langen Tag mit Alkohol, Essen, Fernsehen oder Süssigkeiten zu «belohnen»? Diese vermeintlichen Belohnungsstrategien sind bei genauerem Hinsehen oft zusätzliche Stressfaktoren. Frag dich in solchen Situationen: «Was brauche ich jetzt wirklich?»
Eigene Leistungsgrenzen erkennen und einhalten
Überschreitest du deine Leistungsgrenzen regelmässig, zeigt dir das dein Körper: Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Schlafprobleme, Reizbarkeit.
Frage dich immer wieder: «Was kann ich kurzfristig und was langfristig erreichen?» Und: «Hängt das Erreichen dieser Ziele ausschliesslich von mir ab?»
Eigene Freiräume schaffen und erhalten
Verbanne alles, was mit dem Job zu tun hat, aus deiner Freizeit. Investiere stattdessen in die «me-time». Das zahlt sich aus.
Wichtig: Nach der Arbeit mehr als 15 Minuten über ein berufliches Problem nachzudenken ist kontraproduktiv und geht leicht ins Grübeln über. Wer in der Freizeit über berufliche Probleme nachdenkt, widmet sich in erster Linie seinen Ängsten – und löst in den seltensten Fällen tatsächlich etwas.
Realistische Erwartungshaltung
Durch Erfahrungen, Glaubenssätze und Prägungen hat jeder Mensch Erwartungen an die eigene Leistungsfähigkeit. Typische Verhaltenspläne: «Sei pflichtbewusst.» «Mach keine Fehler.» «Wenn du eine Aufgabe übernimmst, bring sie auch zu Ende.»
Diese Pläne und Regeln machen es dir schwer, bei Bedarf die Belastung zu reduzieren. Hier hilft Selbstreflexion: Sind Regeln, die sich gut anfühlen, tatsächlich gut für mich? Überdenke deine Verhaltensregeln und ersetze sie durch bessere: «Sei pflichtbewusst – solange du ausreichend belastbar bist.» «Ich darf auch einmal einen Fehler machen.» «Gut genug reicht vollkommen.»
Fazit
Selbstfürsorge wurde uns nicht in die Wiege gelegt. Oft sind es prägende und übernommene Glaubenssätze, die uns immer wieder die eigenen Grenzen überschreiten lassen.
Ein bewusstes «Ja» zur Selbstfürsorge ist auch ein «Ja» zu dir selbst. Ein «Ja» zum Erhalt deiner Motivation. Ein «Ja» zur Vermeidung körperlicher und psychischer Erkrankungen.
Selbstfürsorge ist eine Entscheidung. Sie sagt: «Ich bin es mir wert.»
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Dominique Rychner ist systemischer Coach und Aufsteller in Zürich.
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