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Nach der Aufstellung: Was jetzt? Integration

Nach der Aufstellung – Integration und nächste Schritte

Nach einer Aufstellung taucht bei der Person, die die Aufstellung initiiert hat, häufig die Frage auf: «Was mache ich jetzt damit?»

Die Person möchte das, was sie in der Aufstellung gelernt hat, im Alltag umsetzen. Nach einer Aufstellung ist das allerdings nicht ganz so einfach wie nach einem Seminar.

«Was mache ich jetzt damit?» «Wie soll ich mich jetzt verhalten?» «Was kann ich konkret tun?»

Ich will diese Frage anhand eines Themas beantworten, das in Aufstellungen häufig vorkommt: Es gibt etwas, das wir in der Aufstellungsarbeit als «ursprüngliche Liebe» bezeichnen – eine tiefe, geradezu existenzielle Verbundenheit des Kindes zu seinen Eltern. Häufig ist diese Verbindung gestört: Emotionen können nicht frei fliessen, die natürliche Liebe wird weder von den Eltern noch von den Kindern wahrgenommen.

Energetische Blockaden

Nehmen wir an, diese Blockade sei im Rahmen einer Familienaufstellung sichtbar und einer guten Lösung zugeführt worden. Bei dieser Lösung kommt die ursprüngliche Liebe zwischen den Eltern und dem Kind wieder in Fluss. In einer Aufstellung geschieht das oft so, dass sich ein Kind trotz innerer Widerstände auf die Mutter zu bewegt und in ihrer Gegenwart wieder zum Kind wird. Die Szene ist sowohl für die Protagonisten als auch für die Zuschauenden sehr bewegend.

Taucht im Anschluss die Frage auf: «Was mache ich nun damit?», deutet das auf ein Missverständnis hin.

Aufstellungen sind stellvertretend

Eine Aufstellung steht symbolisch und stellvertretend für eine andere Situation. Deshalb lassen sich die Ereignisse nicht einfach ins «richtige Leben» übertragen.

Einerseits ist die Mutter in der Aufstellung eine fremde Person. Und die Person, die auf die Mutter zugeht, ist nicht drei Jahre alt, sondern vielleicht 53. Wird eine Aufstellung innerlich gesammelt vollzogen, geht in diesem Augenblick aber nicht die 53-jährige Frau auf ihre Mutter zu – sondern tatsächlich das dreijährige Kind. Das innere Kind, das in der 53-jährigen Frau lebt, bewegt den Körper.

Das innere Kind ist real

Wenn die Stellvertreterin der Mutter sich wirklich dem «wissenden Feld» überlässt, wird sie auf der seelischen Ebene tatsächlich zur Mutter des Kindes.

Bei einer Aufstellung geht es also nicht um symbolisches Handeln. Würde die aufstellende Person alle Verletzungen auf einen Zettel schreiben und diesen verbrennen, wäre das eine rein symbolische Handlung. Eine Aufstellung geht darüber hinaus: Das innere Kind, das sich zeigen kann, ist im höchsten Grad real.

Wirklicher als die Wirklichkeit

Ein sicheres Zeichen dafür, dass die Situation real ist, sind die Gefühle. Wenn die Stellvertreter:innen in einer Aufstellung verschiedene Gefühle zum Ausdruck bringen, spüren alle Anwesenden: Das, was hier passiert, ist sehr wirklich.

Das Handeln ergibt sich von allein

Die Frage «Was mache ich jetzt damit?» verlangt nach einem Rat: «Wie soll ich handeln?» Bei der Integration nach einer Aufstellung geht es aber weniger ums Handeln und viel mehr ums Sein – um eine bestimmte innere Haltung.

Wenn wir der Erkenntnis vertrauen, dass wir alle Kinder der Liebe sind – auch wenn es oberflächlich manchmal nicht so aussehen mag – ergibt sich das konkrete Handeln in der Regel ganz von allein.

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Dominique Rychner ist systemischer Coach und Aufsteller in Zürich.

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