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Wenn das innere Kind die Partnerschaft sabotiert

Inneres Kind und Partnerschaft – Konflikte aus der Kindheit

Verlaufen deine Beziehungen immer wieder nach dem gleichen Muster? Erlebst du in verschiedenen Beziehungen – Partnerschaft, Beruf, Freundschaften – immer wieder ähnlich schmerzhafte Dinge?

Falls ja, dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Wenn sich das innere Kind in die Beziehung einmischt

Christine erzählt ihrem Freund Daniel von ihrem Arbeitstag. Ihre Stimme wird merklich lauter. Ihr Chef hat heute wieder ihre Leistung heruntergespielt. Daniel kommentiert ihre Erzählung nicht.

«Hörst du mir überhaupt zu?», fragt sie aufgebracht.

«Ja, du erzählst schon seit einer halben Stunde von deiner Arbeit. Ich will mich endlich entspannen», sagt er.

«Was? Ich habe ein Problem und brauche deine Aufmerksamkeit!», schreit Christine.

Daniel nimmt sein Smartphone und verschwindet im Hobbyraum.

Was ist hier passiert?

Hier sind nicht zwei erwachsene, sich liebende Menschen aufeinander getroffen. Hier sind zwei kleine Kinder aufeinander getroffen: der 5-jährige Daniel und die 6-jährige Christine.

Der 5-jährige Daniel litt unter seinem cholerischen Vater. Wenn dieser schrie, hatte Daniel Todesangst. Heute ergreift er die Flucht, sobald jemand laut wird. Auch wenn Christine ihre Stimme erhebt.

Christine hingegen litt als mittleres Kind darunter, oft übersehen zu werden. Die Verletzung von damals ist bis heute präsent. Wann immer sie ignoriert und nicht ernst genommen wird, bricht die alte Wunde wieder auf.

Sie triggern gegenseitig ihre vergangenen Verletzungen – was zu einem wiederkehrenden Konflikt führt.

Dein inneres Kind ruft dich

Alle Verletzungen aus der Kindheit, die nicht geheilt wurden, sabotieren oft unsere Beziehungen im Erwachsenenleben. Wer stattdessen immer die Schuld beim anderen sucht, zementiert seine negativen Muster.

Anzeichen dafür, dass dein inneres Kind um Aufmerksamkeit kämpft:

  • Deine Beziehungen verlaufen immer wieder nach dem gleichen Muster
  • Du erlebst in verschiedenen Beziehungen immer wieder ähnlich schmerzhafte Dinge
  • Du hast immer wieder ähnliche Konflikte mit verschiedenen Menschen
  • Du gerätst immer wieder in ähnlich negative Situationen
  • Du fühlst dich immer wieder an einem wunden Punkt getroffen

3 Methoden: Das innere Kind befreien

1. Die Methode für den Notfall

Wenn du merkst, dass dein inneres Kind die Kontrolle übernommen hat: Verlasse kurz die Situation. Stell dir vor, wie du zur Decke fliegst und von dort unten zwei Personen wahrnimmst – das kleine Kind, das verletzt wurde, und dein erwachsenes Ich.

Entscheide dich bewusst dafür, in den Körper deines starken erwachsenen Ichs zurückzukehren. Nimm dein inneres Kind gedanklich in den Arm: «Dieser Streit betrifft mein erwachsenes Ich – nicht dich.»

2. Einsicht und Ehrlichkeit

Bevor du deinem Partner die Schuld an einem Konflikt gibst: Finde heraus, welche Worte und Verhaltensweisen dich besonders wütend machen. Wirf dann einen Blick in deine Kindheit und suche nach Parallelen.

Wenn du eine Ahnung hast, warum dich bestimmte Dinge besonders treffen – sprich mit deinem Partner darüber. Ohne Schuldzuweisungen. Dadurch kann er sich besser in dich hineinversetzen.

3. Heile dein inneres Kind

Erinnere dich an die Vergangenheit: Was hat dein kindliches Ich damals am meisten verletzt? Was hätte es am meisten gebraucht?

Versuche dann, mittels deiner bildlichen Vorstellungskraft zu deinem inneren Kind zu reisen – und ihm das zu geben, was es damals vermisst hat.

Du darfst heilen.

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Dominique Rychner ist systemischer Coach und Aufsteller in Zürich.

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