Grenzen setzen in der Partnerschaft – 7 No-Gos
Hast du schon einmal versucht, deinen Partner zu ändern – und bist dabei rigoros gescheitert? Hast du gedacht, nur wenn er sich ändert, ist eine glückliche Beziehung möglich?
Dann ist es dir gleich ergangen wie mir. Heute bin ich weiser: Wesentlicher für unser langfristiges Liebesglück ist es, rechtzeitig Grenzen zu setzen.
Grenzen setzen
In den meisten Beziehungen dauert es nicht lange, bis aus dem «Ich» ein «Wir» wird. So schön das auch ist – wichtig ist, dass jeder Partner auch ein Individuum bleibt. Eine Person mit eigenen Lebensbereichen: Hobbys, Freunden, Interessen.
Wenn diese Bereiche völlig mit denen des Partners verschmelzen, führt das oft zu erheblichen Problemen. Man spürt nicht mehr, wer man wirklich ist und was man persönlich braucht. Paare, die nie etwas getrennt voneinander unternehmen, laufen Gefahr, erst das Interesse aneinander – und dann die Liebe – zu verlieren.
Praxistipp: Bewahre dir individuelle Bereiche, Interessen und persönliche Freunde, auch wenn dein Partner sich nicht dafür begeistern kann. Erst das Spiel zwischen Nähe und Distanz lässt eure Beziehung auf Dauer dynamisch und prickelnd bleiben.
Emotionale Abgrenzung
Besonders empathische Menschen neigen dazu, die Stimmung anderer zu übernehmen – vor allem die ihrer Partner. Du kommst gut gelaunt nach Hause, triffst auf einen Partner, der einen schlechten Tag hatte – und wenige Sekunden später ist auch deine Stimmung gekippt.
Mach dir bewusst: Es ist völlig in Ordnung, dich auch emotional von deinem Partner abzugrenzen. Mitgefühl ja – aber du musst nicht mitleiden.
Wenn dein Partner seine schlechte Laune an dir auslässt, zeige ihm Grenzen: «Ich verstehe deinen Frust und bin gerne für dich da – aber ich akzeptiere nicht, dass du deine Laune an mir auslässt.»
Praxistipp: Findet heraus, was euch auf welchem Stresslevel gut tut. Und lasst den anderen frühzeitig wissen, wo ihr gerade auf eurer Stressskala steht. Seid ihr beide auf einer 8 von 10, braucht es nur einen kleinen Funken zur Eskalation.
7 Dinge, die du nicht akzeptieren solltest
In manchen Bereichen müssen wir aktiv Grenzen setzen – und aufzeigen, was wir tolerieren können und was für uns ein No-Go ist:
- Dein Partner entscheidet Dinge, die euch beide betreffen, ohne dich einzubeziehen
- Dein Partner vergreift sich oft im Ton, lässt seine Wut an dir aus, ohne sich zu entschuldigen
- Dein Partner sucht die Schuld für alles bei dir und reflektiert nie sein eigenes Verhalten
- Dein Partner nimmt dich, deine Gefühle und deine Sorgen nicht ernst – oder macht sich sogar darüber lustig
- Dein Partner bringt sich deutlich weniger in die Beziehung ein als du
- Dein Partner geht Konfliktsituationen aus dem Weg und ist auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht gesprächsbereit
- Dein Partner wertet dich oder Dinge, die dir wichtig sind, ab
Grenzen setzen – praktische Schritte
Damit aus dem Grenzen setzen kein Streit wird, hilft es, behutsam vorzugehen:
Finde das Verbindende: Greif die Grenze in Wir- und Ich-Form auf. «Ich finde es wichtig, dass wir wichtige Entscheidungen gemeinsam treffen.»
Sprich die Grenze konkret an: Wann und wodurch wurde sie überschritten – und wie wünschst du es dir stattdessen? «Du hast neulich ohne Absprache ein Hotel gebucht. Das wünsche ich mir künftig gemeinsam entscheiden.»
Auch wenn dein Partner im ersten Moment mit einem Gegenangriff reagiert: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass deine Grenze angekommen ist – und beim nächsten Mal respektiert wird.
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Dominique Rychner ist systemischer Coach und Aufsteller in Zürich.
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