5 Fehler beim Anlegen – und wie du sie vermeidest
Investieren klingt für viele Menschen wie eine Wissenschaft für sich – dabei ist es vor allem eine Frage der Disziplin, der richtigen Strategie und des Vermeidens von Fehlern. Gerade in der Schweiz, wo Vorsorge und langfristiges Sparen eine zentrale Rolle im Alterssicherungssystem spielen, sind Fehler beim Anlegen besonders schwerwiegend.
Untersuchungen zeigen, dass sich Fehler in der Anlagestrategie spätestens zum Zeitpunkt der Pensionierung stark bemerkbar machen können: Rund ein Drittel der Renten fällt bei schlechter Planung und fehlerhaften Entscheidungen tiefer aus.
Hier sind die fünf grössten Fehler, die Schweizer Anleger begehen – und wie du sie mit der richtigen Strategie und finanzieller Achtsamkeit umgehst. Denn Fehler in der Geldanlage müssen nicht sein, wenn du dein Finanzwissen (Finanz-IQ) und dein emotionales Verhältnis zu Geld (Finanz-EQ) verbesserst.
1. Keine klare Strategie – ohne Plan ins Risiko
Viele Menschen beginnen mit dem Anlegen, ohne eine klare Strategie zu haben. Ein häufiges Szenario: Du hörst von einer «heissen» Aktie oder einem angesagten Fonds und kaufst ein – ohne zu wissen, wie das in deine Gesamtstrategie passt.
Eine fundierte Strategie sollte auf deine persönlichen Ziele, deinen Anlagehorizont und dein Risikoprofil abgestimmt sein. Gerade in der Schweiz, wo die 3. Säule (private Vorsorge) ein wichtiger Teil der Altersvorsorge ist, können Fehler bei der Anlagestrategie schwerwiegende Konsequenzen haben.
Tipp: Erstelle einen klaren Anlageplan. Überlege dir: Was sind deine finanziellen Ziele? Wie viel Risiko bist du bereit einzugehen? Wie lange kannst du dein Geld arbeiten lassen? Ein langfristiger Plan hilft dir, Entscheidungen nicht impulsiv zu treffen, sondern strategisch.
2. Emotionale Entscheidungen – Gewinne mitnehmen, Verluste laufen lassen
Die Börse stürzt ab, und die Panik setzt ein. Viele Anleger verkaufen aus Angst, noch mehr zu verlieren – oft genau zum falschen Zeitpunkt. Genauso neigen Menschen dazu, nach einem Gewinn schnell zu verkaufen, anstatt dem Investment die Chance zu geben, weiterzuwachsen.
Forschungsergebnisse zeigen, dass Anleger, die überstürzt handeln, in den meisten Fällen schlechter abschneiden als jene, die ruhig bleiben und langfristig investiert sind.
Tipp: Entwickle eine Strategie, die dich auch in turbulenten Zeiten ruhig bleiben lässt. Mit einem Finanzcoach kannst du lernen, wie du deine emotionale Beziehung zu Geld (Finanz-EQ) verbesserst und in Krisen die richtigen Entscheidungen triffst.
3. Klumpenrisiko – alles auf eine Karte setzen
Viele Anleger legen ihr Geld in zu wenige Anlageklassen oder Unternehmen an. Besonders häufig findet man grosse Teile des Portfolios in heimischen Unternehmen oder nur in Schweizer Franken – ein sogenanntes Klumpenrisiko.
Wenn du dein gesamtes Geld in ein oder zwei Unternehmen investierst und eines davon gerät in Schwierigkeiten, verlierst du möglicherweise einen grossen Teil deines Kapitals.
Tipp: Streue dein Portfolio breit. Investiere in verschiedene Unternehmen, Branchen und Länder. Auch alternative Anlageklassen wie Immobilien oder Rohstoffe können sinnvoll sein, um dein Risiko zu minimieren.
4. Kosten unterschätzen – Gebühren fressen Rendite
Hohe Verwaltungsgebühren, Transaktionskosten und versteckte Gebühren können die Rendite erheblich schmälern. Wenn die Kosten jährlich 1–2 % der Rendite ausmachen, bleibt am Ende des Anlagezeitraums viel weniger übrig, als erwartet.
Tipp: Achte auf die Gesamtkostenquote (TER) bei Fonds und wähle kostengünstige ETFs, die oft niedrige Gebühren haben. Vermeide unnötige Umschichtungen in deinem Portfolio, da jede Transaktion Kosten verursacht.
5. Zu spät mit dem Anlegen beginnen – Zeit ist dein grösster Verbündeter
Häufig hört man: «Ich habe ja noch genug Zeit.» Doch gerade bei der Geldanlage gilt: Je früher du anfängst, desto mehr kannst du vom Zinseszinseffekt profitieren.
Wenn du zu spät anfängst, verpasst du wertvolle Jahre, in denen dein Geld für dich arbeiten könnte. Das Ergebnis: Dein Kapital hat weniger Zeit, sich zu vermehren, und du musst entweder höhere Risiken eingehen oder grössere Beträge investieren, um deine finanziellen Ziele zu erreichen.
Tipp: Fang so früh wie möglich an zu investieren. Auch mit kleinen Beträgen kannst du über die Jahre beachtliche Summen aufbauen.
Beispiel: Wenn du ab 20 monatlich lediglich CHF 263 auf die Seite legst und für dich arbeiten lässt, hast du mit 65 rund 1 Million auf deinem Konto (Grundlage: 7% Rendite pro Jahr, was in den letzten 100 Jahren mit der richtigen Strategie am Schweizer Aktienmarkt gut möglich war).
Fazit
Fehler beim Anlegen lassen sich vermeiden. Mit der richtigen Strategie, emotionaler Achtsamkeit und einer klaren finanziellen Orientierung kannst du dein Vermögen langfristig erfolgreich und sicher aufbauen. Ein kluges Investieren erfordert sowohl einen hohen Finanz-IQ als auch einen hohen Finanz-EQ.
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Dominique Rychner ist systemischer Coach und Finan-ZEN®-Mentor in Zürich.
Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die bereitgestellten Informationen dienen ausschliesslich zu allgemeinen Informationszwecken. Die individuellen finanziellen Verhältnisse und Ziele jedes Lesers sollten vor jeder Anlageentscheidung sorgfältig geprüft und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch genommen werden. Investitionen sind mit Risiken verbunden, einschliesslich des möglichen Verlustes von Kapital.
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