Finanzbildung: Warum du mit Kindern über Geld sprichst
Über Geld spricht man nicht? Doch, gerade mit Kindern! Wie wir mit Geld umgehen und welche Einstellung wir dazu haben, wird schon früh in der Kindheit geprägt – und zwar durch dich als Elternteil. Trotzdem wird das Thema Finanzerziehung oft vernachlässigt.
Sätze wie «Über Geld spricht man nicht», «Geld verdirbt den Charakter» oder «Geld stinkt» sind tief in uns verankert. Doch was, wenn Geld auch etwas Positives sein kann? Was, wenn Geld ein Ermöglicher ist, der Träume wahr macht?
Warum Finanzbildung so entscheidend ist
In der Schweiz bewerten viele ihr Finanzwissen als mangelhaft, besonders die unter 30-Jährigen. Wenn Eltern sich unsicher fühlen, wie sollen Kinder dann Finanzkompetenz erlangen? Viele sehen die Schulen in der Verantwortung, doch Finanzbildung wird dort oft stiefmütterlich behandelt. Das ändert nichts daran, dass du als Elternteil der wichtigste Lehrer in Sachen Geld bist.
Kinder, die früh in Familienfinanzen einbezogen werden, treffen klügere Kaufentscheidungen, vergleichen Preise und widerstehen Impulskäufen. Konsumgewohnheiten, die früh erlernt werden, begleiten uns ein Leben lang.
Beginne bei dir selbst
Vielleicht möchtest du deine Kinder vor schwierigen Themen schützen. Aber warum gehört Geld dazu? Um deinen Kindern eine positive Einstellung zu Geld zu vermitteln, musst du zuerst deine eigene Haltung überdenken. Welche Einstellung hast du zu Geld?
Du musst nicht perfekt sein, aber zeige ihnen, dass es wichtig ist, sich mit Geld auseinanderzusetzen. Eine positive Einstellung zu Geld und die Bereitschaft, sich damit zu beschäftigen, sind wertvolle Eigenschaften, die du deinen Kindern mitgeben kannst.
Über Geld spricht man – und zwar von Anfang an!
Finanzbildung vermittelt deinen Kindern grundlegende Werte wie Selbstdisziplin, Voraussicht und soziale Verantwortung. Diese Werte helfen ihnen, später reflektierte Entscheidungen über Geld, Konsum, Versicherungen und Investitionen zu treffen.
Selbst vermeintlich selbstverständliche Tatsachen müssen Kinder erst begreifen: Dass man nicht alles sofort haben kann, dass ausgegebenes Geld weg ist, und dass man für Geld arbeiten muss.
Es gibt kein «zu früh» für das Gespräch über Geld. Schon ab 2–3 Jahren können Kinder verstehen, was Geld ist und wofür man es braucht. Kinder erkennen instinktiv das Prinzip des Tausches. Dein Kind ist schlauer, als du vielleicht denkst!
Wie du mit deinen Kindern über Geld sprechen kannst
Es muss nicht kompliziert sein. Achte darauf, das Thema altersgerecht und entsprechend den Interessen deines Kindes einzubinden. Überfordere dein Kind nicht, sondern unterstütze und fördere es entsprechend seinen Möglichkeiten.
Spielt dein Kind gerne Einkaufen? Nutze diese Gelegenheit, um erstes Geld oder Tauschwaren ins Spiel zu bringen. Bastelt dein Kind gerne? Vielleicht könnt ihr Selbstgebasteltes an einem kleinen Stand in der Nachbarschaft verkaufen.
Auch Sparziele können schon für kleine Kinder motivierend sein. Visualisiere das Sparziel gemeinsam mit deinem Kind und macht das Sparen zu einem spannenden Projekt. Ob ihr ein Glas wöchentlich füllt oder ein Bild Stück für Stück ausmalt – diese spielerische Herangehensweise wird deinem Kind helfen, den Wert von Geld zu verstehen.
Fazit: Finanzbildung beginnt bei dir und ist eine lebenslange Investition in die Zukunft deiner Kinder.
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Dominique Rychner ist systemischer Coach und Finan-ZEN®-Mentor in Zürich.
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