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Familie und Partnerschaft: Zwei Systeme begegnen sich

Familie und Partnerschaft – zwei Systeme begegnen sich

Wenn sich zwei Menschen treffen und anziehen, begegnen sich nicht nur zwei Individuen. Es begegnen sich zwei Systeme.

Hinter jedem Menschen stehen seine Eltern. Hinter diesen Eltern wieder Eltern. Und hinter den Eltern der Eltern nochmals Eltern. Und so weiter und so fort. Daneben stehen Geschwister, Familienmitglieder mit schweren Schicksalen, frühere Partnerschaften – besonders, wenn es gemeinsame Kinder gibt.

Beide Partner sind seelisch an ihre Herkunftssysteme gebunden. Das gilt auch dann, wenn sich jemand vermeintlich davon gelöst hat.

Es treffen also niemals nur zwei Menschen aufeinander. Es treffen immer zwei komplette soziale Systeme aufeinander.

«So habe ich mir das aber nicht vorgestellt»

Nach einer ersten Phase der Verliebtheit zeigt sich die Bindung an das Herkunftssystem immer deutlicher. In Form von Eigenheiten, bei denen der Partner denkt: «So habe ich mir das aber nicht vorgestellt!»

Was kannst du dagegen tun? Ehrliche Antwort: So gut wie gar nichts. Es geht auch nicht darum, irgendetwas Bestimmtes zu tun. Es geht darum, zu akzeptieren, dass du dir mit deiner Partnerin oder deinem Partner ein ganzes System «eingehandelt» hast.

Das ist nicht leicht und fordert dich manchmal bis an deine Grenzen. Doch deiner Partnerin oder deinem Partner geht es genauso. Das zu wissen und anzuerkennen, macht es leichter.

Das grosse «Ja»

Ein wichtiger Faktor für das Gelingen einer langfristigen Paarbeziehung ist die Antwort auf die Frage: Kannst du bedingungslos «Ja» zu deiner Partnerin oder zu deinem Partner sagen?

Ja zu allem, was zu ihm oder zu ihr gehört. Inklusive schlechter Gewohnheiten und Launen. Besonders wichtig ist das «Ja» zu allem, was deinen Schatz zu dem gemacht hat, was er heute ist – das Herkunftssystem mit allen Schicksalen.

Nur wenn du bedingungslos «Ja» dazu sagen kannst, ist der andere Mensch wirklich für dich zu haben.

Die kleine Übung

Stell dir deine Partnerin oder deinen Partner vor deinem inneren Auge vor. Schau über die Person hinweg und sieh vor deinem geistigen Auge die Eltern hinter den Eltern hinter den Eltern – bis weit in die Tiefe der Zeit hinein.

Wenn du das alles im Blick hast, sage innerlich: «Ich stimme dir zu. Mit allem, was zu dir gehört. Ohne Einschränkung.»

Und noch ein Gedanke: Wenn du einen «fehlerfreien» Partner möchtest – weisst du eines ganz genau: Du bist mit Sicherheit nicht fehlerfrei. Also wärst du in dieser Beziehung immer in der unterlegenen Position. Willst du das wirklich?

Jeder Mensch ist geprägt von seinem gesellschaftlichen, kulturellen und systemischen Setting. In einer Beziehung geht es darum, diese Tatsache anzuerkennen – und ein grosses «Ja» zum Herzensmenschen auszusprechen.

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Dominique Rychner ist systemischer Coach und Aufsteller in Zürich.

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