Beziehungskrise überwinden: Entwicklung statt Trennung
In der Schweiz werden zwei von fünf Ehen geschieden. Eine Beziehungskrise führt oft zum endgültigen Aus. Trennen sich Paare zu früh? Vielleicht. Auf der anderen Seite ist eine Trennung in vielen Fällen die bessere Lösung: Wer lediglich aus Angst vor den Eltern, den Nachbarn oder der ungewissen Zukunft zusammenbleibt, tut niemandem einen Gefallen.
Die Alternative zur Trennung heisst Entwicklung.
Warum viele Beziehungen scheitern
Die meisten Menschen lernen eine Partnerin oder einen Partner kennen, ohne sich selbst zu kennen. Sie beginnen eine Beziehung, ohne zu wissen, was sie von dieser Beziehung erwarten. Manchmal werden wir so lange bezirzt, bis wir aus Bequemlichkeit in eine Beziehung einwilligen.
Mehr als 60 % aller Beziehungen sind solche «Notlösungen». Statt für den Traumpartner entscheiden sich die meisten Menschen für eine Verbindung mit dem Menschen, der gerade verfügbar ist. Eigene Bedürfnisse werden zurückgestellt.
Das geht meist eine Zeit lang gut. Doch Bedürfnisse lassen sich nicht dauerhaft unterdrücken. Früher oder später melden sie sich zurück: «Ich halte das nicht mehr länger aus!» «Ich fühle mich nicht gesehen!»
Die Alternative zur Trennung
Einige Menschen entscheiden sich an diesem Punkt für eine Trennung. Ziehen sie keine Erkenntnisse aus der gescheiterten Beziehung, gelangen sie früher oder später wieder an den gleichen Punkt. Denn wir nehmen uns – und unsere Muster – in die nächste Beziehung mit.
Die allermeisten Beziehungen brauchen keine Trennung. Sondern eine Entwicklung. Die beteiligten Personen müssen unabhängig voneinander einen Entwicklungsschritt machen: von einer aussenbezogenen Partnerschaft zu einer innenbezogenen Partnerschaft. Und dabei ihr ganzes Herz einbringen.
Eine neue Beziehungsebene
Dieser Prozess läuft häufig zeitverzögert ab: Eine Person geht voran, die andere wird zu ihrer Entwicklung gedrängt. Teil dieser Entwicklung ist das Beantworten unangenehmer Fragen: «Wer bin ich?» «Was brauche ich?» «Was muss ich loslassen?»
Wenn sich beide auf ihre Entwicklung einlassen, können sie sich auf einer neuen Beziehungsebene begegnen. Vor allem, wenn Kinder im Spiel sind und noch eine Restglut der alten Liebe vorhanden ist, lohnt sich dieser Schritt.
Ich bin nicht ich
80 % unseres Bindungsverhaltens wird während der Schwangerschaft und der ersten drei Lebensjahre geprägt. Unser Bindungsverhalten hat also wenig mit uns selbst zu tun – und viel mehr mit dem System, das uns umgibt.
Die meisten Menschen leben in einer Beziehung mit dieser unbewussten emotionalen Festplatte. Viele Beziehungen bestehen deshalb aus vier Teilen: den beiden erwachsenen Personen – und den beiden unbewussten Anteilen aus der Kindheit. Sie beherrschen die Beziehung mit ihren alten Mustern und Wunden.
Raum für Entwicklung schaffen
Wer eine erfolgreiche Partnerschaft leben will, tut gut daran, Raum für Entwicklung zu schaffen. Eine Beziehung kann sich nur entwickeln, wenn sie Energie bekommt, Engagement da ist und sie Raum und Zeit erhält.
Besonders wichtig: als Paar lernen, einfach nur zu zweit zu sein – präsent, ohne Ablenkung. So, wie man regelmässig zur Dentalhygienikerin geht, um die Zähne zu pflegen, geht man als Paar ins Coaching, um die Beziehung zu pflegen.
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Dominique Rychner ist systemischer Coach und Aufsteller in Zürich.
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