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Coach-Cockpit – Schema-Fallkonzeption (intern)

Coach-Cockpit · Schema-Fallkonzeption

Intern · vertraulich

Arbeitswerkzeug für das geführte Schema-Assessment. Alle Daten bleiben in diesem Browserfenster, bis du sie als Datei speicherst. Empfehlung: Klienten nur mit Kürzel oder Pseudonym erfassen.

Anleitung & Rahmen – für die Arbeit mit diesem Cockpit (aufklappen)

Die fünf Schritte bauen aufeinander auf – vom Screening über die Fallkonzeption zu den Werkzeugen. Du kannst aber jederzeit einzeln einsteigen: Jedes Werkzeug funktioniert auch für sich. Nichts hier ist Pflichtprogramm – das Cockpit dient dem Gespräch, nicht umgekehrt.

Das Modell in zwei Minuten

Muster (Schema): Ein früh gelerntes Grundgefühl über sich und Beziehungen – etwa «ich werde verlassen» oder «ich genüge nicht». Es entstand als Antwort auf reale Erfahrungen und meldet sich heute in Momenten, die entfernt daran erinnern.

Kind-Modus: Der Zustand, in dem dieses alte Gefühl akut ist: verletzt, allein, wütend oder ohnmächtig. Hinter fast jeder heftigen Reaktion steht ein aktivierter Kind-Modus mit einem legitimen Bedürfnis.

Innere Eltern-Stimme: Verinnerlichte fordernde oder abwertende Sätze («streng dich an», «du bist schuld»). In der Arbeit wird diese Stimme begrenzt – nicht die realen Eltern verurteilt; die bleiben gewürdigt.

Bewältigung (E/V/Ü): Wie jemand mit dem aktivierten Muster umgeht: Erdulden (sich fügen, anpassen), Vermeiden (ausweichen, dichtmachen), Überkompensieren (angreifen, kontrollieren, beweisen). Alle drei waren einmal die beste verfügbare Lösung – heute stehen sie dem Bedürfnis oft im Weg.

Gesunder Erwachsener: Der Anteil, der wahrnehmen, einordnen und wählen kann. Ziel der Arbeit: Das Muster früher bemerken, aus diesem Modus heraus antworten – und für die eigene Kind-Seite sorgen, statt aus ihr heraus zu handeln.

Prozessbogen über sechs Doppelstunden (flexible Orientierung)

  1. Ankommen: Anliegen und Ziel klären, Rahmen besprechen, erste Situationsbeispiele sammeln.
  2. Screening (Schritt 1 und 2): Kurz-Screening Damals/Jetzt im Gespräch; einzelne Muster bei Bedarf über die Einzel-Items vertiefen.
  3. Fallkonzeption gemeinsam anschauen: Explorationsprofil und Kompaktkarten besprechen, Biografie würdigen, erste Hypothesen festhalten.
  4. Eine konkrete Situation bearbeiten: BEATE-Analyse oder Schema-Modus-Memo – daraus die erste Transferaufgabe ableiten.
  5. Vertiefung nach Fall (eine bis zwei Sitzungen): Imaginations- oder Stuhlarbeit, Eltern-Stimmen begrenzen, Muster-Experimente – Anleitungen in der Übungs-Bibliothek.
  6. Bilanz: Lösungsradar als Zwischenbilanz, Gelungenes würdigen, dauerhafte Übungen und nächste Schritte verankern.

Rhythmus-Empfehlung: Lösungsradar ab der zweiten Sitzung als wiederkehrende Transferaufgabe – Vereinbarung am Ende jeder Sitzung. Die Kurzform K1–K3 im Sitzungsfahrplan bündelt das Ganze auf drei Sitzungen.

Rahmen & Grenzen

Schema-Coaching ist Entwicklungsarbeit mit grundsätzlich stabilen Menschen. Kein geeignetes Setting ist es bei akuten Krisen, Suizidgedanken, unbehandelten Traumafolgen oder akuter Sucht – dann haben Sicherheit und fachliche Hilfe (Therapie, Fachstellen) Vorrang; einzelne Werkzeuge können später wieder Platz haben.

Das Screening ist ein Gesprächs- und Hypothesen-Werkzeug, kein validierter Test und keine Diagnose. Ergebnisse sind Einstiege in die Erkundung, keine Etiketten.

Vertraulichkeit: Alle Eingaben bleiben lokal in diesem Browserfenster; Speichern erzeugt eine Datei auf deinem Gerät. Kürzel statt Namen verwenden und das Einverständnis der Klientin oder des Klienten für Notizen einholen.

Erfassung der 18 Muster

Standard ist das Kurz-Screening im Gespräch: pro Muster zwei vorlesbare Fragen (Damals/Jetzt, Skala 1–10). Alternativ Direkteingabe der Summenwerte (5–30), z.B. aus dem Online-Check. Die Einzel-Items dienen der punktuellen Vertiefung: ein Muster aufklappen und die fünf Aussagen gemeinsam durchgehen – etwa wenn Selbstbild und dein Eindruck auseinanderliegen.

Bewältigungsstile pro prioritärem Muster

Für jedes Muster ab 15 Punkten: Wie geht der Coachee typischerweise damit um? Einschätzung gemeinsam im Gespräch – 0 (nicht erkennbar) bis 3 (stark ausgeprägt). Weitere Muster kannst du unten manuell hinzunehmen.

Weitere Muster einbeziehen:

Fallkonzeption

Noch keine Auswertung – bitte zuerst Werte erfassen.

Gesamteinschätzung / nächste Schritte

Werkzeuge für die Weiterarbeit

Drei Begleitinstrumente: das Lösungsradar für die lösungsorientierte Zwischenbilanz, die BEATE-Analyse zur Nachbereitung einer konkreten Schema-Situation und die Sitzungsabfolge mit Transfer-Möglichkeiten als roter Faden. Alles wird mit dem Fall gespeichert und in den Text-Export übernommen.

Druckvorlagen für die Sitzung

Alle Werkzeuge als Papierbogen mit Anleitung – zum Ausdrucken vor der Sitzung. Leer ergibt einen Blankobogen mit Schreiblinien zum Ausfüllen von Hand. Mit Notizen druckt den aktuellen Stand aus dem Cockpit – als Sitzungsprotokoll oder Mitgabe. Im Druckdialog lässt sich der Bogen auch als PDF sichern.

Standort-Check – Verlauf über die Sitzungen

Vier Kurzfragen zu Beginn jeder Sitzung (Skala 0–10) – ein eigenes Kurzformat nach dem Prinzip von Verlaufsskalen. Kein Test, sondern ein Verlaufssignal: Die Summe zeigt, ob die Arbeit greift. Deutliche Sprünge oder anhaltend tiefe Werte besprechen, nicht bewerten. Der letzte Stand erscheint in der Fallkonzeption.

Lösungsradar

Fokus auf Ausnahmen und kleine Verbesserungen. Mit einer der beiden Startfragen beginnen, dann insgesamt 3–5 Fragen auswählen, die gerade passen – nicht alle beantworten. Eignet sich ab der zweiten Sitzung als wiederkehrende Transferaufgabe.

BEATE-Analyse – Situation nachbereiten

Für eine konkrete Situation, in der ein Muster angesprungen ist: Benennen – Erkennen – Anerkennen – Trennen – Einbrennen. Gemeinsam in der Sitzung ausfüllen oder als Transferaufgabe mitgeben.

Schema-Modus-Memo – Klärungsübersicht pro Situation

Situationsbezogenes Begleitblatt (Schritt 11 im 15-Schritte-Prozess): pro auslösender Szene ein Memo – von Emotion und Körperreaktion über Modi, Muster und Glaubenssätze bis zu Disput und erprobbaren Alternativen. Beliebig viele Memos pro Fall; alles wird mitgespeichert und exportiert.

Sitzungsabfolge & Transferaufgaben

Typischer Ablauf über sechs Doppelstunden; K1–K3 markiert die Kurzform mit drei Sitzungen. Mit «+ übernehmen» wandert ein Transfer-Vorschlag in die Vereinbarung unten. Anleitungen zu allen genannten Übungen findest du in der Übungs-Bibliothek direkt darunter.

Dauerhaft sinnvoll:

Übungs-Bibliothek – Anleitungen für den internen Gebrauch

Kurzanleitungen zu allen Transfer-Übungen aus dem Fahrplan – zum Nachschlagen in der Sitzung, zum Anleiten und Mitgeben. Antippen öffnet die Schritte; «übernehmen» trägt die Übung in die Transfer-Vereinbarung oben ein. Konzepte aus positiver Psychologie und Schema-Arbeit, eigenständig formuliert.

Speichern & Export

Der Fall wird als Datei auf deinem Rechner gespeichert (JSON) und kann später wieder geladen werden. Zusätzlich: Text für die Akte kopieren oder Druckansicht.

Datenschutz: Die JSON-Datei ist unverschlüsselter Klartext. Nicht in synchronisierte Download- oder Cloud-Ordner legen – ein verschlüsseltes Laufwerk oder ein verschlüsselter Ordner ist der richtige Ort. Nach Abschluss der Arbeit gehört die Datei in eine feste Löschroutine.